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Hotel zur Traube Baden-Baden / Königshof

Hotel Königshof

Passierten Reisende im Mittelalter das
Ooser Tor der badischen Residenzstadt, so hatten sie die Möglichkeit zu wählen, ob sie rechts im Gasthaus "Traube" oder links im Gasthaus "Hirsch" einkehren wollten.

Die Stadtforscher vermuten, dass beide Häuser ähnlich alt sind. Die Traube wurde allerdings erstmals 1727 urkundlich erwähnt. Damals wurde das Gasthaus von Christoph Kraft bewirtschaftet. Nach dessen Tod im Jahr 1734 schloss seine Witwe den Gastbetrieb und musste sich beinahe zwanzig Jahre später nach jemandem umsehen, der das Haus weiter als Gastwirtschaft betreiben wollte, da eine amtliche Überprüfung der Inhaber von Schank-Konzessionen im Jahr 1753 ihr aufgegeben hatte, die Gaststätte wieder zu eröffnen. Ihre Bemühungen waren erfolglos. Nach ihrem Tod wurde das Haus mehrfach zur Zwangsversteigerung ausgeschrieben und gelangte letztendlich in den Besitz des Metzgers Josef Kah, der in dem kleinen Haus, welches von der Stadtmauer nur durch einen Weg getrennt war, sowohl eine Gastwirtschaft als auch eine Metzgerei einrichtete. Jacob Kahs Witwe heiratete nach dessen frühem Tod ein zweites Mal und führte mit ihrem Mann Michael Engelhardt beide Betriebe weiter, bis 1783 Franz Joseph Kah, ein Sohn aus erster Ehe, das Haus übernahm.

Er trug sich mit Vergrößerungsgedanken und durfte ein Stockwerk auf die Stadtmauer bauen, was ihm erlaubte, Fremdenzimmer einzurichten. Die Gasse zwischen Gastwirtschaft und Stadtmauer blieb unbebaut. 1807 dehnte Franz Joseph Kah seinen Betrieb noch weiter aus und baute außerhalb der Stadtmauer ein weiteres Gebäude, welches er mit dem Gebäudeteil auf der Stadtmauer und hinter der Stadtmauer verband.

Franz Joseph Kahs Sohn Valentin wurde Nachfolger auf der "Traube". Die
Stadtmauer und das Ooser Tor waren im Jahr 1828 bereits abgerissen, als Valentin Kah die vom Vater erstellten Gebäude abtragen und einen dreigeschossigen Neubau errichten ließ. Der Haupteingang hierzu befand sich in der früheren Turm-, der heutigen Wilhelmstraße. In diesem neuen Haus waren nur Fremdenzimmer eingerichtet, während in dem angrenzenden Eckhaus immer noch die Gastwirtschaft "Zur Traube" geöffnet hatte.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts, also in der Blütezeit der "Sommerhauptstadt Europas", ließ Valentin Kah auch dieses Gebäude beseitigen und an dessen Stelle einen weiteren Neubau errichten.

Dem Zeitgeist entsprechend wollte Valentin Kah seinen prächtigen Gebäudekomplex "Hôtel Royal" nennen, erhielt jedoch von den Behörden nur die Erlaubnis sein Gasthaus "Zur Traube" in Hotel "Königshof" umzubenennen.

60 Zimmer, Stall, Remisen und Hinterhof bot das aller Behördenvorgabe zum Trotz "Hôtel Royal" genannte, gut geführte Haus, als es 1877 von Hotelier Thomas Kaub übernommen wurde. Die zur Lange Straße gelegene Schankwirtschaft "Restaurant Hôtel Royal" verpachtete er.

Das Hotel erlebte unter Thomas Kaub seinen letzten Ausbau, indem ein viertes Vollgeschoss und ein Mansardenstockwerk aufgebaut wurden, was das Haus zu einem Blickfang des Straßenteils werden ließ.

Vor dem Ersten Weltkrieg wurden Hotel- und Restaurantbetrieb eingestellt. Seither wird das beeindruckende Gebäude als Wohn- und Geschäftshaus genutzt.

Von Rika Wettstein, Baden-Baden


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