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Hotel Europäischer Hof Baden-Baden

Hotel Europäischer Hof

Zwei nur durch die Oos getrennte Baustellen zwischen dem Conversationshaus, dem heutigen
Kurhaus, und dem Badhotel Badischer Hof waren um das Jahr 1840 das sichtbare Zeichen des wirtschaftlichen Aufschwungs der Kurstadt. Links der Oos entstand die Trinkhalle, rechts der Oos das "Hôtel de l'Europe".

Insel wurde der Bereich vom rechten Oosufer bis zum einstigen Mühlengraben genannt. Dort hatte die Familie des Franz Xaver Maier eine Gerberei betrieben, bis sich die Mehrzahl ihrer Mitglieder dem Gastgewerbe zuwandte. Franz Xaver Maier ließ auf dem Inselgelände ein dreigeschossiges Gebäude mit bester Ausstattung errichten und begann sein erfolgreiches Leben als Hotelier.

Beliebt war sein Haus vor allem bei den russischen Gästen der Stadt. Darunter befanden sich nicht nur Mitglieder des russischen Hochadels, sondern auch die russischen Dichter
Nikolaj Gogol und Iwan Turgenjew, welcher in seinem Roman "Rauch" in einer Schlüsselszene im "Hôtel de l'Europe" gewonnene Eindrücke verarbeitet hat. Von Fjodor Dostojewskij heißt es, dass er wegen seiner schäbigen Kleidung nicht wagte, das Hotel zu betreten.

Da Franz Xaver Maier Junggeselle geblieben war, übergab er im Jahr 1865 das Hotel an seinen Neffen Otto Kah, der eine gründliche fachbezogene Ausbildung in Paris, London und an der Riviera absolviert hatte. Otto Kah, ein Bruder Luise Meßmers, die mit ihrem Mann zusammen das "
Maison Meßmer" führte, wurde allgemein als "Grandseigneur" seines Berufsstandes bezeichnet. Er hieß in seinem Haus eine Vielzahl hochrangiger und berühmter Gäste, wozu auch Franz Liszt zählte, willkommen. Kaiserin Kaiserin Elisabeth von Österreich gehörte während ihres Aufenthalts in Baden-Baden auch zu denjenigen, welche die Annehmlichkeiten des Hotels zu schätzen wussten.

1890, Otto Kah hatte zwischenzeitlich ein Nebengebäude im Landhausstil errichten lassen, übergab der ebenfalls Junggeselle Gebliebene das Hotel seinem Neffen Otto Hillengaß.

In den darauffolgenden Jahrzehnten musste der "Europäische Hof" wie alle großen Hotels der Stadt Einbußen hinnehmen. 1930 kam es sogar zur Zwangsversteigerung und gleichzeitig zur Geburtsstunde des Steigenberger Hotelkonzerns. Albert Steigenberger, ein Kaufmann niederbayerischer Abstammung, erwarb den "Europäischen Hof" und konzentrierte sich fortan nicht nur auf dessen Imageaufwertung sondern begann auch zielstrebig von diesem aus den erfolgreichen Aufbau seines Hotelimperiums.

Das Engagement der Familie Steigenberger hat sich gelohnt. Die nationale und internationale Kundschaft stellte sich wieder ein, zum Beispiel
Max Beckmann, der 1936 den Blick aus seinem Zimmerfenster auf die Trinkhalle malte, oder der äthiopische Kaiser Haile Selassie, der 1959 zur Kur im "Europäischen Hof" weilte.

Vergessen werden soll auf keinen Fall der große Pluspunkt, den der "
Europäische Hof" dank seiner Lage für alle Gäste, die ihrem Spieltrieb frönen wollen, aufweisen konnte und kann: Es bedarf nur weniger Schritte über die Oosbrücke, die Straße und durch den Kurpark, um in die prachtvollen Räume des Casinos zu gelangen und sein Glück zu versuchen.

Im Januar 2007 trennte sich der Steigenberger-Konzern vom "Europäischen Hof" und verkaufte ihn an eine in Großbritannien beheimatete Investorengruppe. Die Steigenberger Hotels AG, Teil des Konzerns, will das Hotel jedoch weiter betreiben.

2016 wurde ein Teil des Hotels abgerissen. Das Hotel wird grundlegend saniert und umgebaut. Die Kosten hierfür sollen 60 Millionen Euro betragen. Die Eröffnung des neuen Europäischen Hof in Baden-Baden ist für das Jahr 2018 vorgesehen.

Von Rika Wettstein und Wolfgang Peter, Baden-Baden

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