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Hotel Bellevue Baden-Baden

Hotel Bellevue

Vor der Toren der Stadt in Richtung
Lichtental entstand 1771 rechts der Oos die erste und einzige Porzellanmanufaktur Baden-Badens. Der landschaftlich besonders reizvolle Ort, wo sich bereits in der Mitte des 18. Jahrhunderts ein kleines Gasthaus befunden hat, wurde grüner Winkel genannt.

1777 wurde die Porzellanproduktion wegen Überschuldung eingestellt.

Nach dem Ende des Porzellanbetriebs wurde der Rotgerber Hans Jörg Mayer Wirt des Gasthauses "Grüner Winkel". Er vergrößerte seinen Besitz durch Zukauf von Wiesen und Äckern direkt an der Oos. Nach Hans Georg Mayers Tod im Jahr 1816 übernahmen Tochter und Schwiegersohn das Gasthaus und bauten es aus. Im Jahr 1848 wurde das gesamte Anwesen von der nächsten Familiengeneration zur Versteigerung ausgeschrieben. Der großherzogliche Almosenfond erhielt den Zuschlag, verpachtete das Gasthaus und verkaufte das gesamte Gelände 1855 an den Gastwirt Christian Silberrad. Dieser passte sich dem Zeitgeschmack an und nannte sein Haus "Hôtel Bellevue" oder Hotel "Zur schönen Aussicht".

Das komfortable Hotel wurde 1868 durch einen Neubau noch verbessert. Mathilde Silberrad und ihr Mann Paul Riotte führten das Hotel ab 1877, bis es der ehemalige Kurhauspächter Rudolf Saur 1887 kaufte und 1890 ein wirkliches Grandhotel an Stelle des alten Hotel "Bellevue" errichten ließ. ständige Erweiterungen und Verbesserungen konnte der Status des Hotels erhalten werden. Auch Rudolf Saur junior, der eine Fachausbildung in den USA absolviert hatte, bevor er den väterlichen Betrieb übernahm, sorgte für die Aufrechterhaltung der Qualität des Hauses.

1929 verfügte das Luxushotel über ein Restaurant, eine "American-Bar", Gesellschaftsräume, Bäder 75 Zimmer mit fließendem Wasser und einen großen, sehr gepflegten Park, der bis zur Oos reichte. Das Saisonhotel, das von März bis November geöffnet hatte, bot Konzert- und Tanzveranstaltungen an. In Griebens Reiseführer von 1929 ist das Hotel in der Kategorie "Allerersten Ranges" geführt und mit dem Attribut "gelobt" versehen.

Während des so genannten Dritten Reiches und des Zweiten Weltkrieges ging es der Hoteliersfamilie Saur wirtschaftlich schlecht. Während des Krieges als Lazarett genutzt war das Hotel nach Kriegsende von der französischen Besatzungsmacht beschlagnahmt worden und konnte erst im Jahr 1955 von Herbert Saur, dem Hotelier in der dritten Generation, teilweise in Betrieb genommen werden, da schwere Schäden entstanden waren, die mangels Geldes erst allmählich wieder behoben werden konnten. Der Familienbetrieb hat größte Schwierigkeiten, den gewesenen Standard wieder zu erreichen und dabei auch noch wirtschaftlich zu arbeiten. Rückläufige Übernachtungszahlen in der ganzen Stadt besiegelten das Aus für eines der allerbesten Hotels vor dem Zweiten Weltkrieg.

Nach seinem Verkauf wurde das ehemalige Luxushotel im Jahr 1982 in eine Seniorenresidenz umgewandelt.

Von Rika Wettstein Baden-Baden

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