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Hotel Atlantic Baden-Baden

Hotel Atlantic

Die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Hotel Atlantic ist charakteristisch für das gesamte Hotelwesen der einstigen "Sommerhauptstadt Europas".

Der rührige Küfermeister Ignaz Stadelhofer hatte die Zeichen der Zeit, dass Baden-Baden einen immer größeren Beliebtheitsgrad erhielt und deshalb Unterkünfte für die anspruchsvollen in- und ausländischen Gäste erforderlich waren, erkannt. Er und seine Frau Agnes, Witwe des "Rössel"-Wirts Ignaz Merkel, ließen 1836 auf dem Gelände einer Mühle rechts der Oos direkt an der zum Conversationshaus, dem heutigen Kurhaus, führenden Brücke ein großzügiges, den damaligen Bedürfnissen in luxuriöser Weise entsprechendes Hotel errichten, dem sie allerdings nicht mehr den Name der Vorstadtherberge "Rössel", sondern den klangvollen Namen "Hôtel d'Angleterre" gaben.

Dieses bestens ausgestattete Hotel beherbergte eine Vielzahl prominenter und einflussreicher Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts wie zum Beispiel Mitglieder des deutschen Adels und Hochadels, des englischen und niederländischen Hofes und des russischen Zarenhauses, Künstler wie
Franz Liszt und Politiker wie Otto Fürst von Bismarck, der ab den 50er Jahren regelmäßiger Gast in dem zu den ersten Adressen der Stadt zählenden Hotel war.

Die Dienste der Familie Stadelhofer waren derart gefragt, dass 1849 eine Dependance, die "Villa Stadelhofer" einige Gehminuten vom Hotel entfernt und ganz dem Zeitgeist entsprechend in einem riesigen Park gelegen, gebaut wurde.

Der Deutsch-französische Krieg 1870/71 und das Spielbankenverbot des Jahres 1872 führten zum Ende der Glanzzeit der Kurstadt. Viele Besucher, die in den Sommermonaten entweder in ihren eigenen Villen oder als Dauergäste der Hotels die Annehmlichkeiten und die Schönheit Baden-Badens genossen hatten, blieben aus. Sorgen und Probleme der Hotellerie und aller mit dem Fremdenverkehr verbundenen Gewerbezweige waren die Folge. Das "Hôtel d'Angleterre", mittlerweile auch "Englischer Hof" genannt, war davon nicht ausgenommen.

1880 starb Ignaz Stadelhofer. Hotel und Dependance blieben noch einige Jahre im Familienbesitz. Den nachfolgenden Besitzern war kein Glück beschieden.

Der Erste Weltkrieg brachte die Baden-Badener Hotellerie in weitere Bedrängnis. Der "Englische Hof" wurde 1919 an die Immobilienfirma Badenia verkauft, die wiederum zwei Jahre später den rückwärtigen Teil des Hotels an die Hoteliers Fischbein und Kötter veräußerte. 1922 eröffnete Alfred Kötter hier das "
Hotel Atlantic", welches heute noch besteht.

Im Hauptbau war zuerst die Rheinische Creditbank und später die Deutsche Bank untergebracht. 1964 wurde dieser Teil abgerissen und ein modernes Bankgebäude, in dem heute noch eine Filiale der Deutschen Bank existiert, errichtet.

Zur Jahreswende 2004/2005 wechselte sowohl das Bankgebäude als auch das "Hotel Atlantic" den Besitzer.

Auch die "Villa Stadelhofer", die bis zum Ersten Weltkrieg als "Park-Hotel" weiter betrieben worden war, und in der
Clara Schumann am 13. September 1889 ihren 70. Geburtstag gefeiert hatte, besteht nicht mehr. Lediglich ein Schweizer Haus, in dem heute die Stadtgärtnerei untergebracht ist, blieb erhalten.

Von Rika Wettstein Baden-Baden


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