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Rudolf Höß
(1900-1947)
Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz
Rudolf Höß wurde im November 1900 in
Baden-Baden geboren. Nach dem Willen der streng
katholischen Familie sollte er Priester werden.
Im Ersten Weltkrieg meldete sich der damals
15jährige als Kriegsfreiwilliger, erhielt
wegen seines Einsatzes zahlreiche Auszeichnungen
und wurde zum Unteroffizier befördert.
Nachdem er 1923 am sogenannten Parchimer Fememord
beteiligt gewesen war, wurde er zu zehn Jahren
Zuchthaus verurteilt, kam allerdings 1928 im Zuge
einer Amnestie wieder frei.
1934 wurde Rudolf Höß in die SS
aufgenommen, im Konzentrationslager Dachau
eingesetzt und 1935 zum Blockführer dieses
Lagers befördert.
1938 wurde er Adjutant im Konzentrationslager
Sachsenhausen und 1940 Kommandant des
Konzentrationslagers Auschwitz.
Nachdem er im Dezember 1943 in dieser Funktion
abgelöst worden war, kehrte er im Mai 1944 auf
Wunsch Heinrich Himmlers wieder als Kommandant in
das Vernichtungslager zurück, um die "Aktion
Höß", die Vorbereitung zur Ermordung
ungarischer Juden, durchzuführen.
1946 wurde Rudolf Höß verhaftet und als
Zeuge bei den Nürnberger
Kriegsverbrechenprozessen gehört, bevor er im
Mai 1946 an Polen ausgeliefert wurde, wo ihm der
Prozess gemacht wurde. Im April 1947 wurde das
Urteil, Tod durch den Strang, auf dem Gelände
des Konzentrationslagers Auschwitz vollstreckt.
Eidesstattliche Erklärungen vom 5. und 14.
April 1946, wo Höß die Greueltaten
in Auschwitz eingesteht. Ansehen>
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