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102 Seiten mit 15 Abb., Rombach Verlag
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"Verbrennt sie, die Hexen!"
von Jürgen Buchholz
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Die Hexe von Freiburg
Ein historischer Roman von Astrid Fritz
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Hexenverfolgung in Baden


Der "Hexenhammer"

Die eigentliche "Bibel" der Hexenjagden war eines der berüchtigsten Werke der Weltgeschichte: Der sogenannte Hexenhammer (Malleus Maleficarum = Unholdinnen-Hammer) der beiden Dominikanermönche Jakob Sprenger und Heinrich Institoris (Krämer). Das Buch wurde 1486 zuerst auf Latein veröffentlicht, später auch in Deutsch und Französisch, und kann als der erste Bestseller der Weltgeschichte bezeichnet werden, denn die zu diesem Zeitpunkt gerade 40 Jahre alte Erfindung des Buchdrucks verschaffte dem Werk solch eine große Verbreitung. Angestoßen wurden die Verfasser von der Bulle "Summis Desiderantes" des hexengläubigen Papstes Innozenz VIII. (1484-1492), die als "Hexenbulle" in die Geschichte eigegangen ist.

Die Autoren vermittelten in ihrem Buch ein extrem frauenfeindliches Bild und trugen alles zusammen, was damals an Negativem über Frauen zu finden war. So griffen sie auf griechische und römische Schriftsteller zurück, auf das Alte Testament und fanden viel "Verwertbares" bei ihren Kirchen-Kollegen. Sie stellten die These auf, dass die Frauen sowohl biologisch als auch metaphysisch minderwertig und unvollkommen seien und sie diese Mängel mit Lüge, Hinterlist und Habgier auszugleichen versuchen.

Die Verfasser behaupten, dass Frauen von Natur aus einen geringeren Glauben haben und ihr Verstand mangelhaft sei. Sie begründeten dies mit der Geschichte von Adam und Eva. Ein weiteres Indiz für die Minderwertigkeit der Frauen leiteten sie von der lateinischen Übersetzung für das Wort Frau ab: Femina komme von fe und minus (fe deuteten sie als fides = Glaube und minus heißt weniger, femina = die weniger Glauben hat). "Also sei das Weib von Natur schlecht, da es schneller am Glauben zweifelt und auch schneller den Glauben ableugnet".

Der Hexenhammer

Institoris und Sprenger vermittelten ein Bild der Frau, das ein Produkt einer langen frauenfeindlichen Tradition einer patriarchalischen Männerwelt darstellte. Aber auch die psychopathologischen Wahnvostellungen der Autoren selbst flossen in hohem Maße in den Hexenhammer. Tragisch und höchst bedauerlich, dass ein solches Machwerk für lange Zeit zum festen Bestandteil des abendländischen Geisteslebens gehörte.

Bis 1669 erlebte der Hexenhammer neunundzwanzig Auflagen.

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