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Gustaf IV. von Schweden

Gustaf IV. von Schweden (1778-1837)

Verwandschaftliche Beziehungen haben seit dem 18. Jahrhundert dazu geführt, dass Mitglieder des schwedischen Königshauses oft gesehene Gäste in der Kurstadt an der Oos waren. So hatte neben König Gustaf IV. (Haus Holstein-Gottorp) auch König Gustaf V. (Haus Bernadotte) eine badische Prinzessin zur Frau, Viktoria von Baden. Großherzog Leopold von Baden wiederum war mit Sophie, einer schwedischen Prinzessin, verheiratet.

Gustaf IV. heiratete am 31. Oktober 1797 in Stockholm die badische Prinzessin Friederike Wilhemine, Tochter der Markgräfin Amalie von Baden (Schwiegermutter Europas). Das schwedische Königspaar besuchte sehr oft Baden-Baden. 1812 wurde die Ehe gerichtlich geschieden. Danach wohnte Königin Friederike von Schweden jahrelang bis zu ihrem Tode im Jahre 1826 in einem repräsentativen Stadtpalais in Baden-Baden am Eingang der Lichtentaler Allee. Heute ist in diesem von
Weinbrenner umgebauten Gebäude das Kulturzentrum LA 8 untergebracht.

1821 erhielt Königin Friederike die
Ehrenbürgerwürde der Stadt.

Gustaf IV., der glücklose schwedische Monarch, regierte genau 17 Jahre das Königreich. Am 29. März 1792 bestieg er den Thron und am 29. März 1809 wurde er abgesetzt. Ihm wurde die Schuld für die katastrophale Lage, die im Krieg mit Russland entstanden war, gegeben. In diesem Krieg verlor Schweden die Vorherrschaft über Finnland. Zudem war der König als Gegner Napoleons nicht bereit, sich an der Kontinentalsperre für englische Waren zu beteiligen, sondern er gehörte zu den treuesten Verbündeten Englands. Diese Haltung war in Schweden umstritten. Napoleon hingegen fand während jener Zeit immer mehr Bewunderer in Schweden. Der politische Einfluss dieser Franzosenfreunde nahm ständig zu. Am 29. März 1809 erfolgte auf Druck der schwedischen Reichsstände dann die "Thronentsagung" von Gustaf IV. Der nach Stockholm einberufene Reichstag sanktionierte den unblutigen Staatsstreich und beschloss am 10. Mai: "Wir sagen hierdurch unserem bisherigen König und Herrn, Gustaf dem Vierten Adolf, der Schweden, Gothen und Wenden König alle unterthänliche Treue und Gehorsam auf, und erklären sowohl ihn als seine Brusterben, so geborene als ungeborene, der schwedischen Krone und Regierung verlustigt, nun und für ewige Zeiten."

Karl XIII., Gustafs Oheim, wurde als sein Nachfolger eingesetzt (1809-1818). Dieser adoptierte 1810 den vom Reichstag zum Thronfolger ausersehenen französischen Marschall Jean-Baptiste Bernadotte. Voller Engagement vertrat Bernadotte nun als Karl XIV. von 1818-1844 die schwedischen Interessen. Alle nachfolgenden schwedischen Könige bis in unsere Tage sind eigentlich "Franzosen", da sie allesamt Nachkommen des Hauses Bernadottes sind.

Von Rika Wettstein, Baden-Baden



 

© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved. Abbildung: Wolfgang Peter nach einer zeitgenössischen Vorlage

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