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Alexander von Gleichen-Rußwurm

Alexander von Gleichen-Rußwurm (1865-1947)

Der letze Urenkel des bedeutenden deutschen Dichters Friedrich Schiller wurde am 6. November 1865 auf Schloss Greifenstein in Unterfranken geboren.

Seine Großmutter Emilie (1804-1872), die jüngste Tochter Friedrich Schillers, hatte 1828 den bayerischen Kammerherrn Heinrich Adalbert von Gleichen-Rußwurm geheiratet. Deren gemeinsamer Sohn Ludwig Heinrich wiederum vermählte sich im Jahr 1859 mit Elisabeth von Thienen Adlerflycht. Sechs Jahre später wurde Alexander von Gleichen-Rußwurm geboren. Die Mutter starb wenige Wochen nach seiner Geburt, weswegen Großmutter Emilie fortan für die Betreuung und Erziehung des kleinen Freiherrn zuständig war.

Nach dem Besuch des Casseler Instituts und der Kriegsschule in Metz trat Alexander von Gleichen-Rußwurm als Leutnant und Adjutant in den Dienst des Großherzogs von Darmstadt, den er von 1883-1895 ausübte.

Es ist nicht allzu verwunderlich, dass Alexander von Gleichen-Rußwurm schriftstellerisch tätig wurde. Das Andenken an seinen berühmten Vorfahren wurde in der Familie hoch gehalten. Seine Großmutter hat nicht nur den Schillerschen Briefwechsel veröffentlicht, sondern auch ein Schiller-Museum in Schloss Greifenstein aufgebaut. Zusammen mit seinem Vater Ludwig Heinrich, der Landschaftsmaler geworden war, stiftete Alexander von Gleichen-Rußwurm im Jahr 1880 Papiere aus dieser Sammlung und ermöglichte damit die Gründung des Goethe- und Schiller-Archivs in Weimar.

Von klein an war Alexander von Gleichen-Rußwurm mit dem Gedankengut der Klassik vertraut gemacht worden und versuchte dieses in eigenen Werken umzusetzen. Er schrieb Dramen, Gedichte, Romane, Novellen, sowie kulturphilosophische und kulturhistorische Abhandlungen und war natürlich Biograph und Interpret Schillers.

Bis zum Jahr 1938 lebte er mit seiner Frau Sophia, die er 1895 geheiratet hatte, vornehmlich auf Schloss Greifenstein und in München, unternahm jedoch auch eine Vielzahl von Reisen.

Im Jahr 1938 wurde der Stammsitz der Familie Gleichen-Rußwurm von den Nationalsozialisten enteignet.

Das kinderlose Ehepaar siedelte nach Baden-Baden um und bewohnte die oberhalb der Lichtentaler Allee gelegene Villa Menschikow. Nach dem Zweiten Weltkrieg wollte die französische Besatzungsmacht im Jahr 1945 auch diese Villa requirieren, was der greise Schriftsteller jedoch verhindern konnte, indem er den Ehrenbürgerbrief der Französischen Republik, der seinem Urgroßvater ausgestellt worden war, vorlegte. Noch zwei Jahre lebte und wirkte Alexander von Gleichen-Rußwurm in der Kurstadt, in welcher er am 25. Oktober 1947 starb.

Von Rika Wettstein, Baden-Baden


© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved. Abbildung: Wolfgang Peter nach einer zeitgenössischen Vorlage.

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