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Carl Ludwig Frommel (1789-1863)
Frommel studierte ab 1805 Malerei
und Kupferstich in Karlsruhe. Seine Lehrer waren
Philipp Jakob Becker und der Hofkupferstecher
Christian Haldenwang.
1809 reiste er nach Paris. Kaiserin
Joséphine gab ihm dort den Auftrag zu einem
zwölfteiligen Zyklus von großformatigen
Landschafts-Aquarellen.
Ab 1813 hielt sich Frommel in Italien auf. Er lebte
einige Zeit in Rom, wo er sich im Umfeld der
Nazarener bewegte. 1817 kehrte er nach Karlsruhe
zurück.
Nach seiner Rückkehr wurde mit 28 Jahren in
Karlsruhe zum Professor der Malerei und
Kupferstechkunst ernannt. Der 1818 gegründete
Kunst- und Industrieverein für das
Großherzogtum Baden zählte Frommel zu
seinen Gründungsmitgliedern.
Bei einem Aufenthalt in London eignete sich Frommel
die neuartige Technik des Stahlstichs an, die 1820
von Charles Heath erfunden worden war und sich in
England bereits großer Beliebtheit erfreute.
Nach seiner Rückkehr eröffnete Frommel
zusammen mit dem Engländer Henry Winkles 1824
in Karlsruhe ein Atelier für Stahlstecher, das
erste seiner Art in Deutschland.
Von 1829 bis zu seinem altersbedingten
Rücktritt 1858 war Frommel daneben noch
Direktor der Großherzoglichen
Gemäldegalerie. Unter seiner Leitung entstand
der Neubau der modernen Staatlichen
Kunsthalle
in Karlsruhe, geplant von Heinrich
Hübsch.
Nach seiner Pensionierung zog Frommel in sein Haus
an der Lichtentaler Allee und wurde einer der
Künstlernachbarn von Clara Schumann.
Viele seiner Arbeiten befinden sich im
Baden-Badener Stadtmuseum. Neben seinen
Italienbildern gilt der Zyklus "Baden-Baden und
seine Umgebungen in malerischen Ansichten" als das
Meisterwerk Frommels.
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