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Anthony Focker

Die Karriere des fliegenden Holländers begann in Baden-Baden
Anthony Fokker (1890-1939)

Sie sieht schlicht und harmlos aus, die Fokker E III, die im
Auto & Technik Museum Sinsheim von der Decke hängt. 1975 wurde sie von einem Flugzeugliebhaber maßstabsgetreu nachgebaut. Trotz vieler Bemühungen bekam er keine Flugerlaubnis, so dass das Flugzeug dem Museum übergeben wurde. Es gibt aber noch ein Original dieses Flugzeugtyps, das im "Champlin Fighter Museum" in den USA untergebracht ist. Beide Flugzeuge erinnern an den großen niederländischen Flugzeugkonstrukteur Anthony Fokker. Geboren wurde er am 6. April 1890 auf der indonesischen Insel Java als Sohn eines Plantagenbesitzers.

1910 kam Fokker nach Deutschland und besuchte eine Fliegerschule in Zahlbach bei Mainz.

In der
Luftschiffhalle in Baden-Baden baute er mit geliehenem Geld sein erstes Flugzeug, das er "Spinne" taufte. Am 7. Juni 1911 erwarb er in Mainz den Pilotenschein. Die flugtechnischen Kenntnisse hatte er sich tatsächlich erbastelt. Seine zweite "Spinne" baute er dann bei Goedecker in Mainz.

1912 ließ er sich in Berlin-Joachimsthal als selbständiger Flugzeug-Konstrukteuer nieder. 1913 machte das deutsche Heer eine Ausschreibung. Gesucht wurde ein Flugzeug das auch auf dem Landweg leicht zu befördern ist. Fokker gewann die Ausschreibung und erhielt einen Auftrag über zehn Flugzeuge. Er verlegte seinen Betrieb von Joachimsthal nach Schwerin in Mecklenburg. Am 1. August 1914 brach der Erste Weltkrieg aus. Fokker entschied sich für Deutschland zu arbeiten. Er selbst schrieb später darüber: "Alliierte Sprecher sagten mir, dass ich auf ihrer Seite hätte arbeiten sollen. Diese Kritiker negieren die Tatsache, dass mein eigenes Vaterland französische Flugzeuge den meinigen vorzog; England und Italien hatten sich kaum um Bemühungen gekümmert, mit ihnen ins Geschäft zu kommen; Russland war zu korrupt, um dort Fuß fassen zu können; Deutschland allein hieß mich willkommen, wenn auch nicht mit offenen Armen, aber doch herzlich genug."

Sein erster Großauftrag war die Fertigung von 24 Einsitzern, die hauptsächlich für Beobachtungszwecke dienen sollten. In seinem Schweriner Betrieb widmete er sich mit aller Kraft der Entwicklung des Flugzeuges zu einer Kampfmaschine. Erste und sicher größte Aufgabe, die Fokker löste, ist die Erfindung des durch den Propellerkreis feuernden synchronisierten Maschinengewehrs, das die späteren Erfolge eines Richthofen, Boelcke oder Udet erst möglich machte. Der Gegner sprachen bald von der "Fokker Plage". Es ist nicht möglich alle von Fokker gebauten Typen aufzuzählen. Insgesamt wurden iwährend des ersten Weltkrieges 7600 Fokker-Flugzeuge gebaut, davon 4300 im Schweriner Werk, das ständig vergrößert werden musste, und in dem bei Kriegsende 1800 Mitarbeiter beschäftigt wurden.

Das Kriegsende trifft Fokker hart. Sein Unternehmen war der größte Rüstungsbetrieb für die Luftstreitkräfte. In den Revolutionswirren setzte er sich nach Holland ab und konnte nur mit großen Schwierigkeiten seine Flugzeugwerke nach Holland verlegen. Am 21. Juli 1919 gründete Fokker die "Vliegtuigenfabriek". Der Geschäftsmann Fokker sah seine große Chance im Bau von Flugzeugen für den Zivilverkehr, hatte doch der Krieg das Flugzeug technisch für die Verkehrsluftfahrt reif gemacht.

Auf militärischem Gebiet arbeitete er ab 1923 noch einmal für Deutschland. Im Versailler Vertrag wurde Deutschland der Bau von Flugzeugen mit Motoren verboten. Die Reichswehr bestellte ein Jagdflugzeug bei ihm. Fokker entwarf die D XIII, von der 50 Stück gebaut werden. Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrages durfte das Flugzeug, das vier Weltrekorde errang, in Deutschland nicht fliegen, es wurde nur in dem in der Sowjetunion liegenden Erprobungszentrum Lipezk eingesetzt.

Das waren aber noch nicht die letzten Beziehungen zwischen Fokker und der deutschen Militärfliegerei. Als die Wehrmacht im Mai 1940 die Niederlande besetzte, wurden auch die Amsterdamer Fokker-Werke in das deutsche Rüstungsprogramm einbezogen. Fokker selbst lebte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr, denn er war bereits am 23. Dezember 1939 in New York im Alter von 49 Jahren gestorben.

Webseite der Firma Fokker
Anthony Focker bei WIKIPEDIA
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© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved. Abbildung: Wolfgang Peter, posted May 2006

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