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Carl Flesch (1873-1944)
Die Internationalen Meisterkurse
der Carl-Flesch-Akademie in Baden-Baden gehen auf
den berühmten ungarischen Geiger Carl Flesch ,
den "Geigenmeister aller Erdteile" zurück. In
seiner Villa in Baden-Baden gab er in den zwanziger
Jahren jungen Geigerstars wie Henryk Szeryng in
seinen Sommerkursen den letzten Schliff. Seit 1982
hat die Stadt Baden-Baden diese Tradition wieder
aufgegriffen und die sommerlichen Meisterkurse auf
alle vier Streichinstrumente ausgedehnt.
Weltberühmte Lehrer leiten auch heute diese
Meisterkurse.
Der in Ungarn geborene Carl Flesch erhielt schon
fünfjährig ersten Geigenunterricht, der
vier Jahre später in Wien fortgesetzt
wurde.
Sechzehnjährig kam er zu Marsick ans Pariser
Conservatoire, wo zur gleichen Zeit auch Thibaud,
Kreilser und Enesco studierten.
1894 gewann Flesch den 1. Preis des Conservatoire
und errang ein Jahr später mit seinem ersten
Wiener Konzert einen sensationellen Erfolg.
1896 ging er nach Berlin, von wo aus seine
internationale Konzerttätigkeit erfolgreich
aufgebaut wurde.
1913 erfolgte die erste USA-Tournee, 1921 gab er
die ersten Meisterkurse an der Berliner
Musikhochschule.
1923 unternahm er die zweite Amerikareise und
richtete eine Violinklasse am Curtis-Institute in
Philadelphia ein.
Er teilte hinfort seine Lehrtätigkeit zwischen
den Vereinigten Staaten und Deutschland.
In den Jahren 1926-1933 hat Carl Flesch zusammen
mit dem Pianisten Carl Friedberg die sommerlichen
Meisterkurse in Baden-Baden abgehalten und dadurch
Baden-Baden ein Denkmal gesetzt.
Als er seine pädagogische Arbeit an der
Berliner Musikhochschule 1934 aus politischen
Gründen aufgeben musste, ging er nach London,
übersiedelte dann seiner Frau zuliebe, die
Niederländerin war, nach Holland, wo er aber
auch wegen der Kriegsereignisse nicht lange bleiben
konnte, wandte sich sodann nach Ungarn und konnte
endlich 1943 in Luzern an dem dort neu
gegründeten Konservatorium Fuß
fassen.
Flesch hat seine berühmte Methode des
Violinspiels und seine Unterrichtsweise in mehreren
Abhandlungen für die Nachwelt
hinterlassen.
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