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Fee
Schlapper (1927-2000)
"Fee Schlappers Bilder sind reich, selbst wenn sie
Armut dokumentiert. Diese Lichtbildnerin komponiert
dicht und präzise, kann warten,
überlässt nichts dem Zufall", schrieb das
BT im November 1995.
Damals wurden nach mehr als 20 Jahren das erste Mal
wieder Arbeiten der in Baden-Baden lebenden
Fotografin ausgestellt - und zwar in der
Ausstellungsreihe "Künstler in Baden-Baden":
Es waren Arbeiten aus der Zeit zwischen 1953 und
1994. Diese bedeutenden Fotos zeigen einmal mehr,
dass Fee Schlappers Werk ein wichtiger Teil des
Kulturlebens in Baden-Baden ist, das sie manchmal
auch dokumentiert hat.
Seit 1953 betrieb Fee Schlapper, Tochter des
früheren Oberbürgermeisters Ernst Schlapper, ein
Fotostudio in Baden-Baden. Ausgebildet an der
Bayerischen Staatslehranstalt für Fotografie
in München, hatte sie in Freiburg ihre
Meisterprüfung abgelegt. Sie wuchs in den
Beruf des Fotografen hinein – eher den eigenen
Gefühlen als Strömungen und Richtungen
der Zeit folgend.
Mit offenen Augen ging sie durch die Welt.
Menschen, Reisen und Tiere bestimmten ihre
künstlerische Arbeit. Fee Schlapper hat immer
an der Wirklichkeit gearbeitet, als nüchterne,
aber auch als ausgesprochen feinfühlige
Beobachterin. Das Fremde hat sie interessiert und
zu ergründen gesucht. In einer Zeit, als von
Massentourismus noch keine Rede war, fotografierte
sie den Alltag in anderen Erdteilen. Ihre
Fotografie war stets hohe Kunst. Die Arbeiten von
Fee Schlapper, die seit 1956 Mitglied der
Gesellschaft Deutscher Lichtbildner war und 1960 in
die Deutsche Gesellschaft für Fotografie
berufen wurde, waren in zahlreichen Einzel- und
Gruppenausstellungen in Deutschland und im Ausland
zu sehen. Fee Schlapper war Baden-Badenerin und
Weltbürgerin zugleich. Noch 1989 bereiste sie
Bali. Fee Schlapper
verstarb im März 2000. (BT)
Bücher von Fee Schlapper:
Taha, der ägyptische Eselsjunge (1963),
Baden-Baden (1969), Nymphenburg (1972), Sicht und
Zuversicht (1984).
Kunstbegegnungsstätte Fee
Schlapper Baden-Baden
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