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Franz Liszt by Wolfgang Peter

Franz von Liszt (1811-1886)

Der "virtuose Komponist" oder "komponierende Virtuose" des 19. Jahrhunderts wurde am 22. Oktober 1811 in Raiding im Burgenland geboren. Sein Geburtsort gehörte damals zu Ungarn. Ungarische Fürsten ermöglichten dem klavierspielenden Wunderkind durch ein Stipendium das Musikstudium in Wien und Paris. 1822 war die Familie nach Wien gezogen, einige Zeit später nach Paris. Das Musikstudium rangierte jedoch etliche Jahre an zweiter Stelle, da Franz von Liszt ausgedehnte Konzertreisen, die vom Vater arrangiert worden waren, absolvieren musste. Nach dem Tod des Vaters im Jahr 1827 war der 16jährige gezwungen, den Lebensunterhalt für sich und seine Mutter zu verdienen, weswegen die darauffolgenden Jahre mit einer Vielzahl von Konzertreisen ausgefüllt waren. Bis zum Ende seiner Pianistenlaufbahn im Jahr 1849 wurde und war Franz von Liszt der europäische Klaviervirtuose schlechthin.

Im Jahr 1834 hatte er ein Verhältnis mit der verheirateten Schriftstellerin Gräfin Marie d'Argoult, die unter dem Pseudonym Daniel Stern ihre Werke veröffentlichte, begonnen. Das Paar, das sich 1844 trennte, lebte in Genf und Italien und hatte drei Kinder. Die zweitgeborene Tochter Cosima sollte 1857 die Frau
Hans von Bülows und 1870 Richard Wagners zweite Ehefrau werden.

1840 hatte Franz von Liszt sein erstes Gastspiel in Baden-Baden, dem Konzerte in den Jahren 1842 und 1843 folgten. Sein exzellentes Klavierspiel begeisterte alle, die Rang und Namen in der Kurstadt hatten.

Zwischenzeitlich war er zum "Hofkapellmeister in außerordentlichen Diensten" nach Weimar (1842) berufen worden. Dort wurde er von 1848 bis 1861 sesshaft und widmete sich neben seiner Kapellmeistertätigkeit zunehmend dem Komponieren.

Nach Weimar war ihm die verheiratete russische Gräfin Caroline von Sayn-Wittgenstein gefolgt, die eine Aufhebung ihrer Ehe durch die höchste katholische Kircheninstanz anstrebte, um Franz von Liszt heiraten zu können. Sie wurde deshalb im Jahr 1860 in Rom, allerdings erfolglos, vorstellig. Franz von Liszt begab sich im Jahr darauf ebenfalls nach Rom und begann, sich intensiv mit religiösen Fragen zu beschäftigen und zur Kirche hinzuwenden. Seine Mitwirkung an der Academai sacra führte 1865 zu seiner Ernennung zum Abbé.

In den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens widmete sich Franz von Liszt dem Komponieren und der pädagogischen Arbeit und lebte abwechselnd in Rom, Weimar, Bayreuth und Budapest, wo er 1875 zum Präsidenten der Ungarischen Musikakademie ernannt wurde.

Gelegentlich hielt er sich auch wieder in Baden-Baden auf. Im Jahr 1880 hatte er das 17. Tonkünstlerfest des Allgemeinen Deutschen Musikvereins in der Kurstadt initiiert und brachte einem begeisterten Publikum, darunter auch die deutsche Kaiserin Augusta, vornehmlich eigene Werke zu Gehör. 1881 folgte ein weiteres Liszt-Konzert. Im Jahr 1885 hielt sich der greise Künstler für einige Stunden zum letzten Mal in Baden-Baden auf, da ihn Kaiserin Augusta zur Audienz gebeten hatte.

Am 31. Juli 1885 starb Franz von Liszt, der jahrzehntelang ganz Europa mit seinem Klavierspiel begeistert und mit seinen Orchester-, Vokal, Orgel- und Klavierkompositionen beeindruckt hat, in Bayreuth.

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© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved. Text: Rika Wettstein, Abbildung: Wolfgang Peter