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Ferdinand Keller

Ferdinand Keller (1842-1922)

Der badische Maler Ferdinand Keller, ein Meister der dekorativen Leinwandmalerei, wurde am 5. August 1842 in Karlsruhe geboren. Er wuchs in einer Künstlerfamilie auf, der Vater malte aus Liebhaberei Ölbilder, sein Bruder war ebenfalls Maler und Illustrator.

Richtungsweisend für Ferdinand Kellers künstlerische Entwicklung war ein mehrjähriger Aufenthalt in Brasilien, wo er intensiv nach der Natur gezeichnet hatte. 1862 kehrte er zum Studium an der Kunstschule nach Karlsruhe zurück. Er unternahm Studienreisen in die Schweiz und übte sich in der Alpenmalerei. Im Jahre 1867 führte ihn die Reise nach Rom, wo er die Meisterwerke der Renaiassance-Maler studierte. Inzwischen mit Mina Fecht verheiratet, wurde er 1873 durch den kunstverständigen badischen Großherzog Friedrich I. an die Karlsruher Kunstakademie als "Professor für Historienmalerei" berufen. Während seiner 40jährigen Zugehörigkeit an der Kunstakademie bekleidetete er dort mehrere Male das Direktorenamt.

Es begann für ihn eine reiche, vielseitige Schaffenszeit, in der er Bewunderung und Anerkennung erhielt. Für das Karlsruher Hoftheater malte er den Vorhang mit der Darstellung der Musen und Fresken berühmter Musiker und Dichter.

Festlich und in reichem Kolorit malte Keller den Vorhang für die Dresdner Semperoper. In der wiederaufgebauten Oper ist Kellers Werk auf dem restaurierten Theatervorhang heute wieder zu bewundern.

Vom Großherzog erhielt er den Auftrag zu einem Gemälde aus der Geschichte Badens. In barocker Üppigkeit malte er den Markgrafen Ludwig Wilhelm, bekannt als Türkenlouis, vor dem Zelt des sterbenden Großwesirs. Dieses Kolossalgemälde passte zum pompösen Baustil der Gründerzeit und ist in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe ausgestellt. Keller gestaltete mit seinen Fresken öffentliche Gebäude und die Villen Karlsruher Persönlichkeiten in repräsentativer, vornehm festlicher Weise aus. Zur Ausschmückung der König-Karl-Halle im neuerbauten Landesmuseum in Stuttgart erhielt er den ersten Preis. Der württembergische König war von Kellers Arbeit so begeistert, dass er ihm den persönlichen Adelstitel verlieh.

Auch als Radierer leistete er vorzügliche Arbeiten zur Ausschmückung literarischer Werke. Bereits zu Lebzeiten erhielt er den Auftrag, sein Selbstbildnis der Sammlung berühmter Maler den Uffizien in Florenz zuzueignen.

Ferdinand Keller starb am 8. Juli 1922 in Baden-Baden.


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