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König
Chulalongkorn von Thailand (1853-1910)
Nach dem Tode des
thailändischen Königs Rama IV. wurde
dessen ältester Sohn, Prinz Chulalongkorn, am
1. Oktober 1868 zum König gekrönt. Damit
begann eine Regentschaft von 42 Jahren und 23
Tagen, in denen König Chulalonkorn durch seine
großen Errungenschaften für Thailand zum
meistverehrtesten aller Könige geworden
ist.
Chulalongkorn war ein sehr erfolgreicher
Außenpolitiker. Er knüpfte als erster
thailändischer König Kontakte zu den
europäischen Königshäusern. Zwei
Reisen führten ihn 1897 und 1907 nach Europa,
u.a. auch nach Deutschland, wo er in Heidelberg
beispielsweise seinen Sohn Prinz Rangsit von
Chainad besuchte, der dort von 1905 bis 1913
studierte und 1912 die Heidelbergerin Elisabeth
Scharnberger heiratete.
Mit großem Gefolge besuchte der Monarch 1907
auch Baden-Baden und Großherzog Friedrich
begrüßte ihn mit einem offiziellem
Staatsempfang am 12. Juli in den Prunkräumen
des Neuen Schlosses.
In seinen gesamten 42 Regierungsjahren entwickelte
König Chulangkorn Thailand zu einem modernen
Staat, der seine Unabhängigkeit verteidigen
konnte. Alle Nachbarstaaten Thailands wurden
kolonisiert. König Chulalongkorn konnte durch
die Übergabe kleinerer Teile seines Reiches
die Unabhängigkeit des Landes bewahren.
Thailand bildete so einen respektierten Pufferstaat
zwischen den Kolonialgebieten
Südostasiens.
König Chulalongkorn starb am 23. Oktober 1910.
Sein Todestag (Won Piya Maharaj = der Tag des
geliebten großen Königs) ist heute
gesetzlicher Feiertag. Jedes Jahr schmücken
Tausende von Thailändern sein Reiterstandbild
vor der National Assembly Hall in Bangkok mit
Blumen. (red)
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