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Franz Büchler (1904-1990)
Franz Büchler wurde am 10.
Februar 1904 in Straßburg geboren. Nachdem
1918 das Elsass französisch wurde,
verließ er zusammen mit seiner Mutter seine
Geburtsstadt, um sich in Baden-Baden
niederzulassen. Hier besuchte Franz Büchler
das humanistische Gymnasium Hohenbaden und machte
1923 das Abitur. Er studierte in Heidelberg
Naturwissenschaften, in Freiburg, München und
Lausanne Germanistik, Philosophie, Geschichte und
Romanistik. 1928 schloss er sein Studium ab.
Nach seinem Studium 1928 ergriff er den
Lehrerberuf. In Karlsruhe widmete er sich nach
seiner Referendarzeit der Theaterkritik und der
Bildhauerei. Daneben begann er mit dem Schreiben
von Dramen und Tragödien. Die erste seiner
Tragödien, "August der Starke", wurde 1937
veröffentlicht. Die Uraufführung 1938 in
Aachen hatte großen Erfolg.
Das zweite Drama Franz Büchlers, "Herzog
Bernhard", hatte seine Uraufführung
gleichzeitig in Karlsruhe und Frankfurt und sein
drittes großes Drama, die Tragödie
"Sunanda", wurde kurz vor der Uraufführung
1943 in Leipzig von den Nationalsozialisten
verboten.
1941 übersiedelte der Literat mit seiner
Familie wieder nach Straßburg, das er gegen
Ende des Zweiten Weltkrieges wieder fast mittellos
verließ. Er fand zuerst eine vorläufige
Wohnung in Baden-Baden und danach in
Unterlauchringen im Hotzenwald. 1947 wurde
Büchler wegen langjähriger Krankheit vom
Schuldienst pensioniert.
1950 fand die Familie Büchler eine Wohnung im
Baden-Badener Stadtteil Lichtental. Hier lebte und
arbeitete Franz Büchler 40 Jahre lang bis zu
seinem Tode am 15. September 1990.
In seiner zweiten Lebenshälfte schrieb er
weitere Dramen, zwei Romane, Erzählungen,
Lyrik und Essays. Neben Werner Bergengruen, Otto Flake, Georg Groddeck und Reinhold Schneider befindet sich im Literaturmuseum
im Gartenhaus der Stadtbibliothek Baden-Baden ein
Zimmer mit Erinnerungsstücken an Franz
Büchler.
Leider findet sich derzeit kein Verlag, der
Büchlers Werke neu auflegt. So müssen
seine Bücher bei Antiquariaten beschafft
werden.
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