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Johannes Brahms in Baden-Baden

Johannes Brahms  (1833-1897)
wurde als zweites von drei Kindern des Kontrabassisten Johann Jakob Brahms (1806-1872) und seiner Frau Johanna (1789-1865) am 7. Mai 1833 in Hamburg geboren. Johannes Brahms entwickelte sich zu einem pianistischen Wunderkind, das bereits mit 10 Jahren öffentlich auftrat. Sein erstes eigenes Konzert gab er im Jahr 1847. Neben seinem Bestreben, in seiner Heimatstadt als exzellenter Pianist anerkannt zu werden, begann er zu komponieren.

Seine erste große Konzertreise unternahm Johannes Brahms zusammen mit dem ungarischen Geiger Eduard Hoffmann im Jahr 1852. Während dieser Reise lernte er den berühmten Geiger Joseph Joachim (1831-1907) kennen. Ein Empfehlungsschreiben Joachims, der ein treuer Freund Brahms' werden sollte, führte Brahms und Hoffmann zu Franz Liszt nach Weimar. Wegen ausgeprägter künstlerischer Meinungsverschiedenheiten trennten sich Brahms und Hoffmanns Wege in Weimar. Auf Anraten Joseph Joachims suchte Brahms im Jahr 1853 Robert und Clara Schumann in Düsseldorf auf, um sich von diesen eine Beurteilung seiner Fähigkeiten als Komponist einzuholen. Hieraus sollte sich eine lebenslange tiefe Freundschaft entwickeln. Robert Schumann, der Brahms' Talent sofort erkannte, trug entscheidend zu dessen künstlerischer Förderung bei, indem er einen begeisterten Artikel in einer Fachzeitschrift veröffentlichte und einen Verleger für Brahms' Werke fand.

Als Robert Schumann wegen eines Gehirnleidens schwer erkrankte, zog Johannes Brahms zu Clara Schumann nach Düsseldorf, um sie und ihre sieben Kinder zu unterstützen. Nach Robert Schumanns Tod im Jahr 1856 verließ Brahms Düsseldorf.

Detmold, Hannover und Hamburg waren die nächsten Stationen seines künstlerischen Weges. Er komponierte, erteilte privaten Klavierunterricht und arbeitete daraufhin, Dirigent der Hamburger Philharmonie zu werden. Da er der Meinung war, seine Chancen zu verbessern, wenn er auch außerhalb Hamburgs einen gewissen Bekanntheitsgrad erhalten würde, kam er 1862 erstmals nach Wien, im damaligen Europa die wichtigste Stadt für Musiker. Am 16. November 1862 spielte er vor wohlwollendem Publikum in einem Konzert des berühmten Hellmesberger Quartetts.

Obwohl Brahms künstlerische Erfolge vorzuweisen hatte, erhielt er den begehrten Dirigentenposten in Hamburg nicht, was ihn auf Distanz zu seiner Vaterstadt gehen ließ und ihn in Wien hielt.

Neben all seinem beruflichen Wirken hielt Brahms nach wie vor treu sorgenden Kontakt zu Clara Schumann, die 1862 nach Lichtenthal, einem heutigen Ortsteil der Kurstadt Baden-Baden, gezogen war. Anfangs besuchte er sie regelmäßig. 1865 mietete er sich, ebenfalls in Lichtenthal, eine Wohnung.

Neben dem Komponieren und ausgedehnten Spaziergängen, absolvierte Johannes Brahms während seiner Zeit in Lichtenthal auch etliche Konzertauftritte in Baden-Baden und in Karlsruhe, pflegte bestehende Freundschaften und knüpfte neue Bekanntschaften mit Dichtern, Malern und Musikern. Auf diese Weise trug Johannes Brahms, ebenso wie Clara Schumann und Pauline Viardot, dazu bei, dass der Kurort Baden-Baden zu einem bekannten und anerkannten Kulturmittelpunkt wurde.

Seit der ersten Aufführung seines Deutschen Requiems im Jahr 1868 war Brahms' musikalische Bedeutung über die deutschen Grenzen hinaus gewachsen.

Trotz seiner regelmäßigen Aufenthalte in Lichtenthal bei Baden-Baden wurde Wien zu seiner zweiten Heimat. Dort war er von 1872-1875 als künstlerischer Leiter der Gesellschaft der Musikfreunde Wiens tätig. Diese Tätigkeit brachte ihn zu der Erkenntnis, als freischaffender Künstler besser arbeiten zu können, was er fortan auch tat.
Bis zu seinem Lebensende am 3. April 1897 schuf Johannes Brahms Werk um Werk, trat zuweilen als Interpret eigener Stücke auf und reiste viel. Die Uraufführung seiner ersten Symphonie unter dem berühmten Dirigenten Otto Dessoff am 4. November 1876 in Karlsruhe führte ihn ein weiteres Mal ins Badische.

Mit Ausnahme der Oper hat Johannes Brahms alle Arten der Instrumental- und Vokalmusik gepflegt, wobei er sich vornehmlich künstlerisch mit den Werken Beethovens und Bachs auseinandersetzte. Seine Hinterlassenschaft besteht in einer Fülle meisterlicher Kompositionen voll Innigkeit, Phantasie, Kraft und großen Formen.

Von Rika Wettstein, Baden-Baden


Clara Schumann
Otto Dessoff
Brahmshaus Baden-Baden Lichtental
Brahmsgesellschaft Baden-Baden



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