Baden-Baden, der ultimative Stadtfüherer

Baden-Baden News

Baden-Baden Facts

Inhalt

Stadtrundgang

Stadtplan

Ämter A-Z

Anreise

Geschichte

Kunst/Kultur/Museen

Sehenswürdigkeiten

Festspielhaus

Theater

Casino

Thermen

Hotels buchen

Events

Sport/Freizeit

Restaurants

Cafés/Bars

Shopping

Buch-Shop

Stadtteile

Umgebung

Elsass

Awards

Links

Archiv

Ihre Werbung bei uns

Kontakt

Newsletter

Gästebuch

Impressum


Hotels in Baden-Baden buchen

Pierre Boulez

Einer der ganz großen Musiker des 20. Jahrhunderts erweist der Kurstadt Baden-Baden die Ehre, sie vor mehr als 50 Jahren zur Wahlheimat auserkoren zu haben.

Pierre Boulez

Geboren wurde Pierre Boulez am 26. März 1925 im französischen Montbrison. Bereits in früher Jugend erhielt er Musikunterricht und wandte sich nach einem zweijährigen naturwissenschaftlichen Studium in Lyon ganz der Musik zu. 1953 begann er ein Musikstudium in Paris, teilweise am Conservatoire National Supérieur, teilweise bei Privatlehrern. René Leibowitz unterrichtete ihn beispielsweise in der Technik der seriellen Komposition, einer Kompositionsart, in welcher alle Eigenschaften der einzelnen Töne - Höhe, Dauer, Klangfarbe - oder aber alle Eigenschaften des Tonsatzes präzise vorherbestimmt sind.
Sein offizielles Studium gab Pierre Boulez im Jahr 1946 auf, setzte sich autodidaktisch mit der Leitung von Orchestern auseinander, beschäftigte sich mit Malerei und Dichtung und war als Komponist tätig. Vielseitigkeit und Abwechslungsreichtum sollten das weitere Leben Pierre Boulez' bestimmen.

Für die Schauspieltruppe von Madeleine Renard und Jean-Louis Barrault wurde er mit 21 Jahren als musikalischer Leiter tätig, schrieb Schauspiel-Musiken und Arrangements und dirigierte die Musiker.

Seine Kompositionen, die 1951 auf den renommierten Donaueschinger Musiktagen präsentiert wurden, brachten dem jungen Künstler ein hohes Maß an nationaler und internationaler Beachtung. Der Durchbruch gelang Pierre Boulez im Jahr 1955 mit der Uraufführung der Kantate "Le Marteau sans Maître". Seine Musikwerke, deren Uraufführungen Pierre Boulez in der Regel selbst leitete, ließen ihn zu einem der bedeutendsten Vertreter der seriellen Musik werden.

Die Erfolge Pierre Boulez' als Dirigent sind nicht minder beeindruckend. Von 1953 bis 1947 dirigierte er Konzerte des von ihm in Paris mit begründeten Domaine Musical, 1959 wurde er Nachfolger
Hans Rosbauds bei den Donaueschinger Musiktagen. Er war von 1971 bis 1975 Chefdirigent des BBC Symphony Orchestra in London und der New Yorker Philharmoniker (1971 bis 1977). 1976 gründete er das Ensemble InterContemporain, dessen langjähriger Leiter er wurde. Selbstverständlich dirigierte er auch immer wieder das Symphonieorchester des früheren Südwestfunks und heutigen Südwestrundfunks.

Als Dozent der Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik war Pierre Boulez ebenso tätig wie als Lehrer in Basel, an der Harvard University im US-amerikanischen Cambridge und in Paris.

Die Musikwelt verdankt ihm die Bewahrung der wichtigsten Musikwerke der Moderne des letzten Jahrhunderts auf Tonträgern, welche unter Pierre Boulez' Dirigat mit den besten Orchestern der Welt aufgenommen wurden.

Eine Vielzahl an Ehrungen wurde dem Künstler zuteil, unter anderem im Jahr 1992 der Theodor W. Adorno-Preis. Seine fachliche Kompetenz wurde durch die Berufung zum Präsidenten des Musikrates der UNESCO gewürdigt. Eine außergewöhnliche Auszeichnung erfuhr Pierre Boulez, als er 1989 von der Japan Art Association zum ersten Preisträger des
Praemium Imperiale - mittlerweile eingestuft als "Nobelpreis der Kunst" - im Bereich Musik bestimmt wurde.

In seiner Wahlheimatstadt ist Pierre Boulez Mitglied des Kuratoriums des Baden-Badener
Festspielhauses. Die Baden-Badener haben ihren berühmten Mitbürger zum Stadtkünstler des Jahrs 2003 ernannt und ihm im Januar 2004 die Goldene Ehrenmedaille der Stadt verliehen. Im Januar 2015 wurde Piere Boulez Ehrenbürger der Stadt Baden-Baden.

Pierre Boulez starb am 5. Januar 2016 in Baden-Baden.

Pierre Boulez auf den Seiten des Festspielhauses




© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved. Text: Rika Wettstein, Abbildung: Wolfgang Peter