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Hermann Beuttenmüller

Hermann Beuttenmüller (1881-1960)

Der von Zeitgenossen als Minnesänger von Baden-Baden bezeichnete Hermann Beuttenmüller erblickte am 6. August 1881 im großväterlichen Haus am Baden-Badens Augustaplatz das Licht der Welt. Er wuchs mit drei Geschwistern auf, besuchte die Volksschule und das Gymnasium Hohenbaden und zeigte bereits in Kinder- und Jugendjahren musisches Talent, weswegen er frühzeitig Klavierunterricht erhielt.

Nach seinem Abitur im Jahr 1901 schlug Hermann Beuttenmüller die Juristenlaufbahn ein, studierte in Freiburg, Kiel, Berlin, München und Heidelberg und legte 1905 das erste juristische Staatsexamen in Karlsruhe ab. Nach einem zweijährigen Rechtspraktikum bei verschiedenen Gerichten und Staatsanwaltschaften promovierte Hermann Beuttenmüller und ließ sich 1910 nach seinem bestandenen zweiten Staatsexamen als Rechtsanwalt in Baden-Baden nieder.

Neben Ausbildung und Broterwerb machte Hermann Beuttenmüller sich als Komponist von Liedern und Operetten ebenso einen Namen wie als Verfasser von Kurzgeschichten und Gedichten, sowie als Herausgeber literarischer Sammelwerke. Bereits 1905 hatte der den Band "Lieder der Liebe und des Leids" veröffentlicht und ab 1910 mehrere Bände heiterer Badgeschichten herausgeben.

Seine Operetten, deren Texte der dichtende Jurist selbst verfasst hat, wohingegen viele Melodien aus anderer Feder stammen, wurden in der Kurstadt erfolgreich uraufgeführt und trugen den Namen der Stadt und ihres Schöpfers ins Ausland, sogar bis in die USA.

Titel wie "Die Schönen von Baden-Baden", "Meine Braut - deine Braut", "Der große Kavalier", "Der Glücksschmied oder Familie Raffke" und "Meine Frau, das Fräulein" boten einen heiteren Gegensatz zu einer sich verdüsternden Zeit.

Zu einem guten Dutzend an Erzählbänden, deren Erlös teilweise dem Badischen Frauenverein zugute kam, gesellte sich 1922 ein Stadtführer mit dem Titel "Deine Reisebegleiterin in Baden-Baden".

1928 verbreitete der Band "Hochzeitsreise nach Baden-Baden" wieder werbend den Namen der Stadt.

Zwei Jahre später gab Hermann Beuttenmüller seine Anwaltstätigkeit auf. Er zog nach Warthausen bei Biberach, wo sein Schwager eine gut gehende Brauerei besaß, der Hermann Beuttenmüller als Vorstandsmitglied juristischen Beistand ebenso zugute kommen ließ wie er Firmenwerbung betrieb. Letztere äußerte sich meistens in amüsanten Sprüchen, auf Bierdeckeln verbreitet. Nach dem Zweiten Weltkrieg beendete der Junggeselle gebliebene Hermann Beuttenmüller diese Tätigkeit und beschäftigte sich als Ruheständler weiter mit seiner großen Liebe: der Literatur.

Die Verbindung zu Baden-Baden hatte er aufrechterhalten und seiner Heimatstadt regelmäßige Besuche abgestattet, bis er 1956 aus Gesundheitsgründen gezwungen war, ein Bürgerheim in Biberach zu beziehen. Am 29. Februar 1960 starb Hermann Beuttenmüller in Biberach. Seine letzte Ruhestätte fand er in seiner Wahlheimat Warthausen.

Der Name Beuttenmüller ist den meisten Baden-Badenern ein Begriff, da eine Straße unweit der Russischen Kirche diesen Namen trägt. Benannt wurde sie allerdings nach Hermann Beuttenmüllers Vater, einem geschäftstüchtigen Apotheker und erfolgreichen Grundstücksspekulanten.

Von Rika Wettstein, Baden-Baden



© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved. Abbildung: Wolfgang Peter/Archiv

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