|
Wie
die Stadt Baden-Baden
zu ihrem Namen kam
Bereits im Jahre 712 wurde der Stadtname "Baden" erstmals
urkundlich erwähnt, 987 nannte man die Stadt "Badon"
und 1112 "Baduon". Und im Mittelalter nannten sich die
Markgrafen mit ihren Geschlechtsnamen "von Baden", also aus
der Stadt Baden stammend. Aus diesem Grund ist Baden-Baden
auch die Keimzelle des Landes Baden, denn das ganze Land
wurde nach der Stadt benannt.
Der Doppelname Baden-Baden war zumindest schon im 17. und
18. Jahrhundert im Gebrauch. Die Markgrafenlinie mit Sitz in
der Stadt Baden (später dann in Rastatt residierend)
nannte sich wegen der Unterscheidung zur Verwandtschaft in
Durlach und Karlsruhe Markgrafen von Baden-Baden. Für
die Stadt gab es den Doppelnamen eigentlich auch schon
lange, nur ersetzte anfangs ein "in" den Bindestrich: Baden
in Baden, das war eindeutig und führte nicht zu
Verwechslungen mit Baden bei Wien oder Baden in der
Schweiz.
|
|
|
Obwohl
die Verwaltung der Stadt schon im 19.
Jahrhundert auf ihren amtlichen Schreiben
auch "Baden-Baden" aufgedruckt hatte,
wartete sie bis zum April 1908 mit der
ersten Eingabe wegen einer Umbenennung.
Die Regierung in Karlsruhe war allerdings
der Meinung, "dass ein Bedürfnis zur
Umänderung der amtlichen
Ortsbezeichnung der Stadt Baden in
Baden-Baden nicht vorzuliegen scheint" und
die Eingabe wurde somit abgelehnt.
|
|
Ein weiterer Vorstoß, 19 Jahre später, verlief
genauso ergebnislos. Erst mit der dritten Eingabe im Mai
1931 bekam die Stadt die Erlaubnis, ab dem 1. September
1931, offiziell den Namen Baden-Baden zu führen.
|