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Leo Wohleb

Unser Buchtipp:
Leo Wohleb. Eine politische Biographie
Treuhänder der alten badischen Überlieferung
Tobias Wöhrle
496 Seiten, 13 s/w-Abb., Broschur, G. Braun Buchverlag

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Das Land Baden nach dem Zweiten Weltkrieg

Die Amerikaner und Franzosen hatten ihre Besatzungszonen in Süddeutschland ohne Rücksicht auf bestanden habende Landesgrenzen festgelegt.

Der Verlauf der Autobahn Karlsruhe-Stuttgart-Ulm markierte die Grenze zwischen den von den US-Amerikanern und den Franzosen besetzten Gebieten.

Der Nordteil des ehemaligen Großherzogtums Baden wurde mit einem Teil des ehemaligen Königreichs Württemberg zum Bundesland Württemberg-Baden zusammengefasst und von den Amerikanern kontrolliert. Hauptstadt wurde Stuttgart.

Der südliche Teil des gewesenen Großherzogtums stand als Land Baden mit der Hauptstadt Freiburg unter der Aufsicht der Franzosen, ebenso wie das aus dem Fürstentum Hohenzollern und dem südlichen Teil des Königreichs Württemberg neu geschaffene Land Württemberg-Hohenzollern mit der Hauptstadt Tübingen.

Ein Zusammenschluss der drei Südweststaaten Baden, Hohenzollern und Württemberg war bereits nach dem Ersten Weltkrieg angedacht worden und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wieder, teilweise außergewöhnlich heftig, diskutiert.


Stimmt für Baden

Zunächst jedoch versuchten badische Politiker, die Einheit des Landes Baden wiederherzustellen, weswegen im September 1950 eine diesbezügliche Volksabstimmung in den badischen Teilen durchgeführt wurde, deren Ergebnis eindeutig für eine Wiederherstellung des alten Landes Baden war, was jedoch bei den Besatzungsmächten keine Gegenliebe fand.



der erste Schritt: Südweststaat

Am 9. Dezember 1951 fand eine weitere Volksabstimmung statt, und zwar sollte in den Ländern Württemberg-Baden, Baden und Württemberg-Hohenzollern über die Bildung eines Südweststaates befunden werden. Diese Volksabstimmung ging zugunsten der Idee des Südweststaates aus, da die Stimmen im gesamten Abstimmungsgebiet zusammengenommen worden waren und nicht, was für Baden von ausschlaggebender Bedeutung gewesen wäre, separat betrachtet wurden.

Die Badener hatten sich nämlich mehrheitlich gegen einen Südweststaat ausgesprochen.


1956 entschied deshalb das Verfassungsgericht, dass die Badener - und nur sie - nochmals abstimmen sollten, was 14 Jahre später, am 7. Juni 1970, verwirklicht wurde. Bei dieser sehr verspäteten Volksabstimmung stimmten 81,9 % der Badener für den Südweststaat Baden-Württemberg, was nicht weiter verwunderlich erscheinen mag, war doch der Südweststaat bereits seit dem 25. April 1952 von einer, anfangs vorläufigen, Regierung von Stuttgart aus geführt worden und am 19. November 1953 die Verfassung des Landes Baden-Württemberg verabschiedet worden.

20 Jahre nach der Entstehung des Landes begann man mit einer umfangreichen Gebietsreform. Kaum eine Gemeinde, kaum ein Landkreis und kein Regierungsbezirk blieben davon unberührt. Kleinere Gemeinden schlossen sich größeren an, aber auch große Dörfer und Städte wurden zusammengelegt.
Sogar ehemals badische und schwäbische Städte wurden fusioniert, wie etwa Villingen-Schwenningen. Von ehemals 3350 Gemeinden blieben nur noch 1110 übrig. Da manche neuen Gemeinden sich künstlich geschaffene Namen zulegten, werden alte Ortsnamen aus dem Bewusstsein der Bevölkerung verschwinden.

Im Jahr 1973 wurden auch fast alle Amtsbezirke nochmals in der Fläche erweitert und in der Zahl vermindert. Aus 63 alten Landkreisen entstanden 35 neue. Daneben blieben 10 Stadtkreise bestehen.

Die Namen der neuen Regierungsbezirke knüpften nicht mehr an die alten Ländernamen an: Sie heißen jetzt Regierungsbezirk Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen. Der ehemals badische Kreis Tauberbischofsheim wurde Stuttgart zugeschlagen und erhielt zusammen mit dem ehemaligen Kreis Bad Mergentheim den Namen Main-Tauber-Kreis. Der Landkreis Überlingen fiel an den Regierungsbezirk Tübingen. Umgekehrt wurden die ehemals württembergischen Landkreise Calw, Freudenstadt, Horb, Rottweil und Tuttlingen den badischen Regierungsbezirken Karlsruhe und Freiburg einverleibt. Vom einstigen Südweststaat Hohenzollern verschwanden damit die letzten Spuren.

Baden-Württemberg feiert

Im Jahr 2002 feierte das Land Baden-Württemberg seinen 50. Geburtstag. Mehr als 1300 Veranstaltungen in 500 Gemeinden fanden statt. Am 25. April hatten die Schüler wegen des Jubiläums zwar keinen schulfreien aber einen unterrichtsfreien Tag.



Von Rika Wettstein, Baden-Baden




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