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Beschreibung mittelalterlicher
Badeszenen, entdeckt in dem Buch "Und sie
schämeten sich nicht" von Joachim Fernau
(Verlag Herbig/München)
Die amüsanten
mittelalterlichen Bäder
"Große Höfe und Burgen
wohlhabender Ritter besaßen eigene
Badestuben. Aber lediglich, weil es zum guten Ton
gehörte; amüsant war es nicht.
Amüsant waren die öffentlichen
Bäder...In den Vorräumen zog man sich
aus. Dann betraten Männer und Frauen nackend
(zu einigen Zeiten mit einer dünnen
Schamverhüllung) die Badestuben. Am liebsten
badete man paarweise in einer Wanne sitzend. Der
Bader legte ein Brett über den Rand und fragte
nach den Wünschen. Er servierte das
Frühstück auf dem Brett...schlug auf
Wunsch den Baderof* auf...Man aß und trank,
planschte herum, ließ Hand und Finger
spielen, recht ungeniert, plauderte mit dem
Nebenpaar oder begrüße Bekannte, die
sich zu einer kurzen Morgenvisite als Zuschauer auf
der Galerie eingefunden hatten..."
Anmerkung:
* Baderof oder Baderofen: kleines Zelt, das
über die Wanne gestülpt wurde, wenn die
Badegäste ein Schwitzbad nehmen wollte. Unter
dem Baderof wurde aber nicht nur geschwitzt.
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