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Aribert Heim
wurde am 28. Juni 1914 in Bad
Radkersburg, Österreich geboren. Dem Arzt und
ehemaliges Mitglied von SA und SS, wird
vorgeworfen, als Lagerarzt im KZ Mauthausen
Häftlinge ermordet zu haben. Nach
Zeugenaussagen eines Revierschreibers und eines
Operationsgehilfen soll Heim gemeinsam mit dem
Lagerapotheker Erich Wasicky hundertfach Juden
durch Giftinjektionen ermordet haben. Daneben soll
Heim zu Übungszwecken, aus Langeweile oder
Sadismus Inhaftierten bei Operationen Organe
entnommen haben. Heim ist seit 1962 flüchtig
und wird per internationalem Haftbefehl
gesucht..
Heim ließ sich 1949 als Arzt in Mannheim
nieder und ab 1954 betrieb er unbehelligt eine
Praxis als Frauenarzt in Baden-Baden. Kurz vor der
Vollstreckung eines in Wien ausgestellten
Haftbefehls verschwand Heim am 13. September 1962
aus Baden-Baden.
Heim wird aufgrund eines Haftbefehles vom Landgerichte Baden-Baden
international gesucht. Für seine Ergreifung
hat der deutsche Generalbundesanwalt eine Belohnung
von 130000 Euro ausgesetzt, ein amerikanischer
Geschäftsmann zusätzliche 130000 Euro,
weitere 10000 Euro das
Simon-Wiesenthal-Zentrum.
Im Juli 2008 gab das Simon-Wiesenthal-Zentrum
bekannt, Heim sei in den vergangenen Wochen von
wenigstens vier Zeugen in Argentinien lebend
gesehen worden. Der Leiter des Zentrums war nach
Argentinien gereist, um den Hinweisen nachzugehen.
Das Wiesenthal-Zentrum sei überzeugt, dass
sich Heim in der Region zwischen Puerto Montt
(Chile) und Bariloche (Argentinien) versteckt
halte.
Am 4. Februar 2009 berichteten das ZDF und die New
York Times, in gemeinsamer Recherche herausgefunden
zu haben, dass Heim bereits am 10. August 1992 an
Darmkrebs in Kairo gestorben sei. Zur Tarnung sei
er an seinem Zufluchtsort Kairo Anfang der 1980er
Jahre zum Islam konvertiert und habe seitdem den
Namen Tarek Farid Hussein getragen, so das ZDF.
Zuvor habe er dort unter seinem zweiten Vornamen
als Ferdinand Heim gelebt.
Experten der weltweit größten
Fahndungsstelle für NS-Verbrechen im
süddeutschen Ludwigsburg haben starke Zweifel
am Wahrheitsgehalt der Berichte von Heims Tod. "Ich
bin noch nicht überzeugt, dass das Ergebnis
richtig ist. Es kann gut sein, dass da jemand an
der Nase herumgeführt werden soll“, sagte
Joachim Riedel, stellvertretender Leiter der
Zentralen Stelle zur Aufklärung
nationalsozialistischer Verbrechen gegenüber
den Medien. Auch der Leiter des
Simon-Wiesenthal-Zentrums in Jerusalem, Ephraim
Zuroff, meint, es mache "keinen Sinn, was hier
gerade passiert“. Zuroff hegt den Verdacht, der in
Heims früherem Haus in Baden-Baden lebende
Sohn Rüdiger habe die Sache "orchestriert“.
Heims Sohn sagte gegenüber dem ZDF, er habe
seinen Vater Mitte der 1970er Jahre erstmals in
Kairo besucht und 1990 nach einer Krebs-Operation
über Monate gepflegt. Dabei habe Rüdiger
vor fünf Monaten noch behauptet, er keinen
Kontakt zum Vater gehabt, sagte, so Efraim Zuroff
vom Simon-Wiesenthal-Zentrum in Jerusalem.
Verwunderlich ist auch, dass Rüdiger Heim
unentdeckt von den Fahndungsbehörden nach
Kairo zu seinem Vater reisen konnte.
Video: Nazi hunters' doubt over
'death'
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