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Aloys Schreiber

Aloys Schreiber (1761-1841)

Aloys Schreiber wurde am 12. Oktober 1761 als erstes Kind des Zunftmeisters der Bühler Krämerzunft in Bühl-Oberbrück geboren. Nach dem Willen der Eltern sollte ihr ältester Sohn Geistlicher werden, weswegen Aloys Schreiber nach dem Besuch des Lyceums im benachbarten Baden als Zwanzigjähriger das Theologiestudium im damals noch zu Vorderösterreich gehörenden Freiburg begann.

1784 kehrte er als Bibliotheksverwalter und Lehrer für "Ästhetik" an sein ehemaliges Lyceum zurück. Lange war er dort jedoch nicht tätig, sondern wirkte ab 1788 als Kritiker und Theaterschriftsteller in Mainz und gab seine erste Zeitschrift "Tagebuch der Mainzer Schaubühne" heraus. Eine ganze Reihe weiterer Zeitschriften, meist kurzlebigen Natur, publizierte Aloys Schreiber im Laufe seines weiteren Lebens.

Erste Theaterstücke entstanden ebenso wie erste Reisebeschreibungen. Das Reisen war ihm als Hofmeister beim Kurmainzer Staatsminister Graf von Westphalen-Fürstenberg möglich. 1790 reiste er mit seinem Arbeitgeber und dessen Sohn nach dem von der Französischen Revolution erfassten Straßburg und von dort an die Ostsee. "Bemerkungen auf einer Reise von Straßburg an die Ostsee", 1793/94 veröffentlicht, hielten seine gewonnenen Eindrücke für Zeitgenossen und die Nachwelt fest.

Im Jahr 1793 heiratete Aloys Schreiber in Baden-Baden seine Jugendfreundin Maria Anna Joubert und kehrte 1799 erneut als Lehrer für Literatur an seine ehemalige Schule zurück. Zuvor gab er während des
Rastatter Kongresses das "Rastatter Congressblatt" und die "Wöchentlichen Nachrichten" heraus.

Der badische Hof wurde auf ihn aufmerksam, als Aloys Schreiber anlässlich des Todes des Erbprinzen Karl Ludwig (16. 12. 1801) am 14. Februar 1802 während einer Totenfeier in der
Badene-Badener Kollegiatskirche eine Cantate, deren Text von ihm und deren Musik vom damaligen Stifts-Musikdirektor stammten, zur Aufführung brachte.

1805 wurde Aloys Schreiber an die Universität Heidelberg berufen, um den neu geschaffenen Lehrstuhl für Ästhetik zu übernehmen, worum er sich beworben hatte. Die vielköpfige Familie übersiedelte an den Neckar, wo sie nicht nur das Heimweh an das Oostal plagte, sondern auch finanzielle Probleme zu überwinden waren, weswegen Aloys Schreiber bereits im Jahr darauf schriftlich bei
Großherzog Karl Friedrich vorstellig wurde und um Zurückversetzung nach Baden bat. Bis 1813 sollte seine Lehrtätigkeit in Heidelberg jedoch noch dauern.

Während dieser Zeit war er weiterhin schriftstellerische tätig und sammelte darüber hinaus wie Achim von Arnim und Clemens Brentano deutsche Lieder, veröffentlichte unter anderem die "Badische Wochenschrift zur Belehrung und Unterhaltung für alle Stände", gab Taschenbücher heraus, verfasste ein Lehrbuch der Ästhetik und schrieb das Libretto zu
Giacomo Meyerbeers erster Oper Jephthas Gelübde.

Auch als er im Jahr 1813 Archivar und Hofhistoriograph am badischen Hof in Karlsruhe geworden war, ließ sein Schreibdrang nicht nach. Während seiner Karlsruher Zeit freundete sich Aloys Schreiber unter anderem mit
Friedrich Weinbrenner und Johann Peter Hebel, blieb nach seiner Pensionierung im Jahr 1824 noch kurze Zeit in der badischen Residenzstadt, um sich im Frühjahr 1826 endgültig in Baden niederzulassen.

Dort hatte er die so genannte Lesegesellschaft ins Leben gerufen, die sich regelmäßig im
Hôtel de Hollande zu angeregter Diskussion traf.

Am 21. Oktober 1841 starb Aloys Schreiber in der Bäderstadt, der er neben vielem anderen folgende Zeilen gewidmet hat:

Noch leuchtet ja der Abendschimmer
Wie sonst ins Badener Tal herein,
der junge Lenz, er kehrt noch immer
mit seinen Blumen bei uns ein.
Liegt auch der Quell in Schutt gebunden,
er sehnt sich dennoch nach dem Licht,
und hat er erst den Weg gefunden,
so hält die Erd' ihn länger nicht.

Von Rika Wettstein, Baden-Baden


© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved. Abbildung: Wolfgang Peter

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