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Alemannen, Franken & Co.

Germanische Stämme, die sich seit dem 3. Jahrhundert nach Christus kriegerische Auseinandersetzungen mit den Römern lieferten, wurden von römischen Geschichtsschreibern als Alamannen bezeichnet. Heute werden sie vielfach Alemannen genannt, was auf den Dichter Johann Peter Hebel (1760-1826) zurückzuführen ist. Dieser hat die in vielen Gemeinden des ehemaligen Alamannengebiets gesprochene Mundart alemannische Mundart genannt.

Den Alamannen gelang es 260, die römische Herrschaft im Gebiet von der Donau bis zum Rhein zu beenden, wobei die meisten Siedlungen, Städte und Militäreinrichtungen in Schutt und Asche gelegt wurden.

Sie besiedelten das Land, indem sie die von den Römern bereits bearbeiteten Flächen zum Ackerbau und zum Bau von Häusern aus Lehm und Holz nutzten.

Um 450 reichte das von den Alamannen beherrschte Gebiet von der Iller im Osten, zum Oberrhein im Süden, zum Rhein im Westen und zum Main im Norden. Dort trafen die Alamannen auf einen weiteren Stammesverband der Germanen: die Franken, die am Mittel- und Niederrhein die Herrschaft der Römer beendet hatten.

Alamannische Truppen wurden 496/497 bei Zülpich in der Nähe von Bonn von den Franken unter König Chlodwig besiegt, mussten die fränkische Oberhoheit anerkennen und zulassen, dass fränkische Familien sich im nördlichen Alamannengebiet niederließen.

Um wieder zu Land zu kommen, überquerten die Alamannen im Westen den Rhein und siedelten im heutigen Elsass, das die Hunnen von der römischen Herrschaft befreit hatten. Aber auch dort mussten sie sich mit den Franken auseinandersetzen und zulassen, dass diese sich ebenfalls im Elsass niederließen. Im Osten drangen sie von der Iller bis zum Lech vor. Dieses Gebiet war im 6. Jahrhundert jedoch vom Ostgotenkönig Theoderich beansprucht worden. Dieser war den Alamannen aber offensichtlich nicht feindlich gesonnen, sondern trat bei den Franken für die Alamannen ein und erreichte, dass diese letztendlich in einem Gebiet vom Elsass im Westen bis zum Lech im Osten und bis zur Oos im Norden leben konnten.

Nach 530 überquerten die Alamannen den Hochrhein und breiteten sich in der heutigen Nordschweiz ungehindert aus.

Das Siedlungsgebiet der Alamannen, zu denen auch der Stamm der Sueben gehörte, ist ungefähr gleich mit dem späteren Siedlungsgebiet der Schwaben. Bis zum 9. Jahrhundert hieß dieses Gebiet Alamannien, danach Schwaben.

Dieses Schwaben gehörte als Herzogtum zum Reich der Deutschen, das sich nach 911 zum Königreich entwickelt hatte und dem neben dem Stamm der Schwaben noch die Stämme Franken, Sachsen, Bayern und Lothringen angehörten. Der jeweilige König musste sich die Anerkennung und Unterstützung der anderen vier Herzöge erwerben, was zuweilen zu heftigen Auseinandersetzungen und zur Benennung von Gegenkönigen führte.

Ebenso heftig waren die Auseinandersetzungen zur Erlangung der Würde eines Herzogs, der bei den germanischen Stämmen ursprünglich als oberster Heerführer für die Dauer eines Krieges ausgewählt worden war und später dann ein unbefristetes Führungsamt auch für nichtkriegerische Zwecke innehatte.

In Schwaben stritten sich die Geschlechter der Zähringer, der Welfen und der Staufer um die Macht. 1191 schieden die Welfen und 1218 die Zähringer als Rivalen der Staufer aus. Der Weg war nun frei für die Staufer, nicht nur Herzog, sondern auch König und später sogar Kaiser zu werden. Von Konrad III. (1138-52) über den wohl berühmtesten der Staufer Friedrich 1. Barbarossa (1152-90) bis zu Konrad IV. (1250-54) regierten sie nicht nur die Schwaben, sondern auch das Reich der Deutschen. Mit dem Aussterben des Staufergeschlechts im 13. Jahrhundert zerfiel das Herzogtum Schwaben und konnte weder von den österreichischen Habsburgern, noch von den deutschen Württembergern trotz großer Bemühungen wiederhergestellt werden. Im Stadtgebiet Baden-Baden hinterließen weder die Alamannen, noch die Franken nennenswerte Spuren. Erst im Jahre 712 gibt es wieder urkundliche Nachweise mit Bezug zu Baden-Baden.

Von Rika Wettstein, Baden-Baden




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