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Adolphine Herpp - Selbstbildnis

Adolphine Herpp

Die heute fast vergessene Malerin Adolphine Herpp wurde am 24. April 1845 in Rastatt geboren. Im Jahr 1861 begann die begabte junge Frau ihre künstlerische Ausbildung an der Badischen Kunstschule in Karlsruhe. Die weiblichen Schülerinnen nannte man damals "Dilettantinen". Ab 1868 studierte sie an der "Weiblichen Kunstschule" in München und machte dort einen Abschluss als Zeichenlehrerin. Hier erhielt sie auch Unterricht im Zeichnen von weiblichen Akten, obwohl dies aus moralichen Gründen verboten war. Sie musste sich verpflichten, darüber Stillschweigen zu bewahren.

1873 kehrte sie aus München nach Baden-Baden zurück, wo sie mit ihrer Mutter wohnte. Ab 1877 bekam sie eine Nebenlehrerstelle für das Fach Zeichnen an der Höheren Töchterschule in Baden-Baden. Sieben Jahre später wurde sie ohne Angaben von Gründen entlassen - die Stelle wurde mit einem männlichen Hauptlehrer besetzt.

Ab 1866 stellte sie regelmäßig im Baden-Badener Kunstverein aus und ab 1870 hatte sie Ausstellungen in großen Städten, so auch in Berlin. Ihre Werke hingen neben bekannten Künstlern wie Max Slevogt oder Hans Thoma. Ab 1881 lebte sie zurückgezogen in Baden-Baden. Ihren künstlerischen Nachlass bot sie den Städten Rastatt, Baden-Baden und Konstanz an. Doch diese Städte lehnten den Nachlass aus Nichtinteresse ab. Schließlich vermachte sie resigniert ihren Nachlass dem "Ersten Deutschen Reichswaisenhaus" im badischen Lahr. Am 8. Februar 1923 starb Adolphine Herpp in der Gernsbacher Straße 24 in Baden-Baden.

1985 kaufte Rastatt 73 Studienblätter und vier Ölgemälde an, das Stadtmuseum Baden-Baden verfügt über drei Zeichnungen von Adolphine Herpp. Einige Bilder befinden sich in Privatbesitz, der Rest ihres Werkes ist verschollen.

1996 stellten die Stadtmuseen Rastatt und Baden-Baden ihre im Besitz befindlichen Werke von Adolphine Herpp in einer Ausstellung aus.

Von Wolfgang Peter, Baden-Baden


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© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved. Abbildung: Adolphine Herpp, Selbstbildnis

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