Festspielhaus   
Beim Alten Bahnhof 2   
76530 Baden-Baden   

Festspielhaus Baden-Baden

  

 

 



Abb: Wolfgang Peter


  Am 10. März 2001 rettete Lilya Zilberstein einen Klavierabend im Baden-Badener Festspielhaus, als sie für den erkrankten jugoslawischen Pianisten Ivo Pogorelich die Aufgabe übernahm, Rachmaninows Zweites Konzert für Klavier und Orchester und Strawinskys "Le Sacre du Printemps" mit dem Budapester Festival Orchester zu präsentieren. Sie wurde dabei einer Kritik der Jacksonville Times-Union voll gerecht. Dort stand zu lesen: "[Lilya Zilberstein] walked across the stage, sat down at the piano and stopped time." - "[Lilya Zilberstein] schritt über die Bühne, nahm am Flügel Platz und hielt die Zeit an." -


Die wichtigsten Konzerte Deutschlands

 

 


Lilya Zilberstein

Lilya Zilberstein, die zu den aufregendsten Pianistinnen ihrer Generation gerechnet wird, wurde 1965 in Moskau geboren. Bereits im Alter von fünf Jahren erhielt sie Klavierunterricht, den sie ab 1972 an der Moskauer Gnessin Musikschule vertiefte und verfeinerte. 1983 schloss sie die Musikschulausbildung mit besten Ergebnissen ab und setzte ihr Musikstudium am Gnessin Pädagogischen Institut in Moskau bis 1988 fort.

Die junge, talentierte Pianistin hatte bereits etliche Preise bei Musikwettbewerben in den UDSSR gewonnen, als ihr 1987 der Erste Preis und der Publikumspreis des Internationalen Ferruccio Busoni Klavierwettbewerbs in Bozen zuerkannt wurde, wodurch ein internationales Publikum auf sie aufmerksam wurde.

Diese Aufmerksamkeit bediente Lilya Zilberstein 1988 mit ihrer von Italien startenden ersten Tournee durch Westeuropa. Konzerte in den USA und Japan folgten, die nicht nur ihren Ruf als exzellente Pianistin festigten, sondern ihr auch die Möglichkeit eröffneten, mit allen namhaften Orchestern und Dirigenten der Welt zu musizieren, von beispielsweise den Berliner Philharmonikern unter der Leitung Claudio Abbados bis zum Chicago Symphony Orchestra unter
James Levines Stabführung.

1990 ließ sich Lilya Zilberstein in Hamburg nieder, von wo aus sie weiter auf internationalen Konzertbühnen für höchsten Hörgenuss und größte Begeisterung sorgte.

1998 wurde ihr ein weiterer renommierte Preis zuteil, als sie im italienischen Siena den Preis der Accademia Musicale Chigiana, der zuvor bereits weltberühmten Künstlern wie
Anne-Sophie Mutter und Gidon Kremer überreicht worden war, erhielt.

Beeindruckt waren Publikum und Teilnehmer des Klavierfestivals von Bad Kissingen im Jahr 1999, als Lilya Zilberstein für den erkrankten
Jean-Yves Thibaudet einsprang und mir ihrem Können regelrecht triumphierte. Im Juni 2000 spielte Lilya Zilberstein vierhändig mit Martha Argerich Klavierwerke Mozarts, Ravels, Brahms' und Rachmaninows in Ludwigsburg.

Selbstverständlich ist Lilya Zilberstein virtuoses Spiel auch auf Tonträgern festgehalten mit Werken für Klavier und Orchester, sowie Solostücken der großen Komponisten Debussy, Brahms, Chopin,
Liszt, Mussorgsky, Ravel, Schubert, Rachmaninow und Schostakowitsch.

Von Rika Wettstein, Baden-Baden


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