|
|
|
|
Drei neue
Stifter.
Festspielhaus
im Aufwärtstrend.
Das vor
zwei Jahren noch vom Konkurs bedrohte Festspielhaus
Baden-Baden hat drei neue Stifter und ist damit
weiter auf dem Weg der finanziellen Gesundung. Wie
der Vorsitzende der Kulturstiftung Festspielhaus,
Horst Weitzmann, im Rahmen einer Pressekonferenz am
12. 11. 2001 mitteilte, ist der Stifterkreis nun
auf acht Mitglieder angewachsen.
Das Kapital der Stiftung habe sich durch die neuen
Finanzgeber und durch weitere Einlagen eines der
fünf Gründungsstifter von 5 auf 9,1
Millionen Mark erhöht. Dem Ziel, den Betrieb
des Festspielhauses ohne jede öffentliche
Subvention zu finanzieren, sei die Stiftung so
einen deutlichen Schritt näher gekommen.
|
|
|
|

Zwei der neuen Stifter sind Unternehmer aus der
Region: Françoise und Wolfgang
Müller-Claessen (2. v. links) von der
Walter-Marketing Gruppe Ettlingen und Sigmund
Kiener (4. v. links) von InfoScore GmbH
Baden-Baden. Der dritte im Bunde möchte anonym
bleiben. Die Kulturstiftung erhofft sich, das
Stiftungskapital jedes weitere Jahr um fünf
Millionen Mark aufstocken zu können.
Die durchschnittliche Besucherzahl des mit 2500
Plätzen zweitgrößten Opernhauses
Europas hat sich laut Intendant Andreas
Mölich-Zebhauser pro Aufführung von 700
im Eröffnungsjahr 1998 auf 1500 im Herbst 2001
mehr als verdoppelt. Der Umsatz des anfangs
umstrittenen Festspielhauses erhöhte sich von
14,6 Millionen Mark im Jahr 1999 auf gesicherte
21,3 Millionen Mark im laufenden Jahr. Für das
Jahr 2002 wird ein Gesamtumsatz von 24,7 Millionen
DM prognostiziert.
Die Subventionsentwicklung sei genau
entgegengesetzt: Nach einem Deckungsbedarf von 12
Millionen DM im Jahr 1998 führte das
Festspielhaus die öffentliche
Anschubfinanzierung in drei Schritten von 8,2
Millionen (1999), 3,7 Millionen (2000) und 1,1
Millionen (2001) auf Null zurück.
Nicht berücksichtigt sind jedoch die noch etwa
20 Jahre fließenden jährlichen Zahlungen
von 5 Millionen Mark vom Land
Baden-Württemberg und die mehr als 3 Millionen
Mark von der Stadt Baden-Baden für die Miete
des Hauses und für Instandhaltungskosten.
Wie Mölich-Zebhauser weiter mitteilte,
finanziert sich das Festspielhaus zur Zeit zu 55
Prozent aus dem Kartenverkauf, zu 22 Prozent aus
der Gastronomie und der Vermietung des Hauses an
andere Veranstalter sowie zu 23 Prozent aus
Spenden, Sponsoring und Stiftungsgeldern. Auch
für die Region sei das Festspielhaus von
wirtschaftlicher Bedeutung. So wurden im Jahr 2000
für die gastierenden Künstler 1,4
Millionen Mark für Übernachtungskosten
bezahlt. Auch der Werbeetat von rund 2,5 Millionen
würde zum größten Teil nach
Baden-Baden und Umgebung
zurückrückgeführt. Interessant
wäre auch zu erfahren, ob sich durch die
Besucher des Festspielhauses die
Übernachtungszahlen der Baden-Badener Hotels
erhöht haben und wie weit der städtische
Einzelhandel von den Festspielbesuchern profitiert.
Leider liegen dazu keine Erkenntnisse vor.
Text +
Foto: Wolfgang Peter, Baden-Baden
|
Ticket-Service
Karten zu allen
Veranstaltungen im Festspielhaus
können Sie bequem von hier
aus online bestellen. Geben Sie
einfach "Baden-Baden" ein oder
die gewünschte
Veranstaltung.
|
|

|
Alle
Veranstaltungen im Festspielhaus
Zurück
zum Archiv
|
|
|
|