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Thomas
Quasthoff
Am 22. November
2000 strahlte der Sender Radio Bremen einen
einstündigen Film über einen der
außergewöhnlichsten
zeitgenössischen Sänger aus. Der Film
trug den Titel "Die Stimme Thomas Quasthoff". Der
1959 in Hildesheim geborene Sänger beschreibt
sich in diesem Film: "1,34 Meter groß, kurze
Arme, sieben Finger - vier rechts, drei links -
großer relativ wohl geformter Kopf, braune
Augen, ausgeprägte Lippen."
Seine körperlichen Einschränkungen sind
Folgen des Medikaments Contergan. Seine
Bass-Bariton-Stimme ist das Ergebnis einer
außerordentlichen Begabung gepaart mit
konsequenter Schulung.
Sänger wollte Thomas Quasthoff schon als Kind
werden. Die Aufnahme in die Musikhochschule
Hannover wurde dem 16jährigen allerdings
verwehrt, weil er nicht Klavier spielen konnte. So
nahm Thomas Quasthoff privaten Gesangsunterricht,
absolvierte ein Jurastudium in Hannover und
arbeitete als Sprecher im Landesfunkhaus
Niedersachsen des Norddeutschen Rundfunks.
Sein Durchbruch als Sänger gelang Thomas
Quasthoff, als er 1988 den Ersten Preis beim
Internationalen Musikwettbewerb der ARD gewann, dem
bereits etliche Wettbewerbsauszeichnungen
vorausgegangen waren und weitere folgen
sollten.
Alle großen Konzertbühnen der Welt
dürfen sich rühmen, das Ausnahmetalent zu
Gast gehabt zu haben. Mit allen bedeutenden
Orchestern und Dirigenten, von Michael Gielen ,
über Kurt Masur und
Helmuth Rilling bis zu
Sir Simon Rattle, hat
Thomas Quasthoff konzertiert.
Seit 1996 ist er darüber hinaus Professor
für Gesang an der Musikhochschule Detmold.
In New York wurde Thomas Quasthoff 1999 gefeiert,
als er bei seinem dortigen ersten Auftritt Franz
Schuberts "Winterreise" intonierte. Im selben Jahr
erhielt er den begehrten Grammy Award für die
Aufnahme von Gustav Mahlers Liedern für Gesang
und Klavier aus Achim von Arnims und Clemens
Brentanos Sammlung "Des Knaben Wunderhorn".
Im darauf folgenden Jahr war er mit seinem
Jazzdebut in den USA erfolgreich und nahm zudem
Lieder Johannes Brahms' und
Franz Liszts auf.
Für sein Wirken wurde Thomas Quasthoff als
Klassik Künstler 2000 mit dem deutschen
Publikumspreis "Goldene Kamera" geehrt.
Der Künstler, von dem der Chef des Boston
Symphony Orchestra sagte: "Der Mann ist groß,
stark und erst am Anfang.", beeindruckte
anlässlich der Salzburger Osterfestspiele
2003, als er unter dem Dirigat Sir Simon Rattles in
Ludwig van Beethovens Oper "Fidelio" erstmals einen
Opernpart sang.
Die Jury der Deutschen Phono-Akademie, die seit
1994 den Deutschen Musikpreis "Echo Klassik"
verleiht, kürte Thomas Quasthoff zum
Sänger des Jahres 2004.
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