|
Murray
Perahia
Zu den herausragenden Pianisten des 20.
Jahrhunderts und der Jahrtausendwende, deren
technische Perfektion einen nie gekannten
Qualitätsgrad erreicht hat, ist zweifelsfrei
Murray Perahia zu rechnen.
Er wurde am 19. April 1947 in New York geboren.
Seine Familie war jüdisch-spanischer
Abstammung und aus Griechenland in die USA
eingewandert.
Murray Perahia kann als musikalisches Wunderkind
bezeichnet werden, da er bereits mit drei Jahren
das Klavierspiel begann. Bis zu seinem 17.
Lebensjahr wurde er privat in Musiktheorie,
Harmonielehre, Komposition und Klavier
unterrichtet. 1964 begann er seine Ausbildung an
der Manes School of Music in Manhatten mit den
Schwerpunkten Komposition, Orchesterleitung und
Klavier.
Vier Jahre später debütierte Murray
Perahia in der New Yorker Carnegie Hall.
1972 spielte er erstmals mit dem New York
Philharmonic Orchestra.
Im selben Jahr gewann Murray Perahia als erster
Amerikaner den renommierten britischen
Klavierwettbewerb in Leeds. Damit war der
Startschuss zu einer glänzenden
internationalen Karriere gefallen.
Plattenvertrag, Solokonzerte, Kammermusik und
Orchesterkonzerte erfüllte Murray Perahia 20
Jahre lang mit Bravour und größter
öffentlicher Anerkennung. Berühmte
Orchester, berühmte Solisten, berühmte
Dirigenten und die musikalischen Kunstwerke
berühmter Komponisten waren seine
Wegbegleiter.
Danach musste er wegen der schweren Erkrankung
einer Hand pausieren. Nach seiner Genesung nahm er
die Arbeit in den Konzertsälen ebenso wieder
auf wie die Bespielung von Tonträgern.
An Ehrungen und Würdigungen seines
künstlerischen Schaffens mangelt es nicht.
Hierzu zählen die Ehrendoktorwürde der
Universität Leeds, sowie die
Ehrenmitgliedschaft im britischen Royal College of
Music und der Royal Academy of Music. Darüber
hinaus war dem "Philosophen" unter den
zeitgenössischen Pianisten im "kultur-report"
des Ersten Deutschen Fernsehprogramms am 27. Mai
2001 ein Porträt gewidmet, welches
verdeutlicht:
"Wie er spielt, lässt sich kaum beschreiben.
Phantastisch. Samtig und luzide zugleich. Alle
Anwesenden, Orchestermusiker und Zuhörende
hypnotisierend."
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
Zurück
zu den Künstlern
Alle
Veranstaltungen im Festspielhaus
|