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Bobby
McFerrin
Das musikalische Mutitalent mit der Wunderstimme
wurde am 11. März 1950 in New York geboren.
Die Eltern waren Opernsänger, was dem Knaben
die Musikwelt wohl sehr bald erschloss. Im Alter
von sechs Jahren begann er, sich mit Musiktheorie
zu beschäftigen. Seine High School- und
College-Zeit in Kalifornien ergänzte er mit
dem Studium des Klavierspiels. Nach der Schulzeit
war Bobby McFerrin mit verschiedenen Bands auf
Tournee, bis er sich 1977 entschloss, Sänger
zu werden.
Auftritte mit einer Band in New Orleans folgten
ebenso wie seine Teilnahme an Jazz-Festivals. Bobby
McFerrin war 32 Jahre alt, als sein erstes Album
mit dem schlichten Titel "Bobby McFerrin" auf den
Markt kam. Mit seiner eigenen Band unternahm der
Sänger mit dem vier Oktaven umfassenden
Stimmvolumen weitere Tourneen, bis er 1983 begann,
Soloauftritte zu bestreiten. Seine erste
Solotournee führte ihn nach Deutschland, wo
das Live-Album "The Voice" entstand, das ihn zum
A-cappella-Star machte. Jede Menge erfolgreicher
musikalischer Aktivitäten folgte, bis ihm 1988
sein Lied "Don't Worry Be Happy" weltweite
Zustimmung bescherte.
Klavierspiel und Gesang erschienen Bobby McFerrin
offenbar nicht hinreichend, um seine Freude an der
Musik auszuleben und zugleich seiner Auffassung
"Jede Musik ist ernst" gerecht zu werden. In den
1990er Jahren wandte er sich verstärkt der
klassischen Musik zu - als Sänger und als
Dirigent. Sein Debut als Dirigent hat er mit 40
Jahren mit dem San Francisco Symphony Orchestra
gegeben. Seither hat Bobby McFerrin eine Vielzahl
renommierter Orchester dirigiert und ihnen
vermittelt zu spielen, als würde man
singen.
Sein erstes Klassik-Album "Paper Music" wurde 1995
veröffentlicht. Bobby McFerrins Auftritte und
Aufnahmen sind beispiellos und haben ihm bereits
zehnmal die höchste US-amerikanische
Musikauszeichnung, den "Grammy Award",
beschert.
Der freundliche Dirigent ohne Starallüren will
Schranken im Musikbetrieb aufheben, was ihn
während seiner Proben und Auftritte immer
wieder zu Ungewöhnlichem treibt, sei es, dass
er in den Proben den Musikern jedes einzelne
Instrument vorsingt, sei es, dass er bei Konzerten
immer wieder improvisiert, die Zuhörer mit in
das Geschehen einbindet und zum einfachen Mitsingen
animiert.
Das Festspielhaus-Magazin 2/2004 zitiert den
Oboisten des Münchner Rundfunkorchesters: "Es
hat etwas Schwebendes, mit Bobby McFerrin zu
musizieren."
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
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