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Sein Name
ist das "Gütesiegel" eines jeden Orchesters
auf der Welt, mit welchem Kurt Masur jemals als
Dirigent zusammen gearbeitet hat.
Kurt
Masur
Sein Lebensweg ist geprägt von der
wechselvollen Geschichte Mitteleuropas im 20.
Jahrhundert, was unter anderem dazu führte,
dass er sich im Jahr 1989 an den friedlichen
Montagsdemonstrationen der Bürger der DDR, die
letztendlich zum Zerfall der DDR führten,
maßgeblich engagierte.
Geboren wurde Kurt Masur am 18. Juli 1927 im
schlesischen Brieg, damals zu Deutschland
gehörend. In Breslau und Leipzig absolvierte
er sein Musikstudium und wurde mit 21 Jahren
Kapellmeister in Halle. Nach Stationen in Erfurt
und Leipzig trat Kurt Masur 1955 die Stelle des
Dirigenten der Dresdner Philharmoniker an, bevor er
1958 Generalmusikdirektor des Mecklenburgischen
Staatstheaters in Schwerin wurde. Zwei Jahre
später übernahm er die musikalische
Oberleitung der Komischen Oper in Berlin, von 1967
bis 1972 leitete er als Chefdirigent die Dresdner
Philharmoniker.
1970 begann seine äußerst erfolgreiche
Arbeit mit dem Leipziger Gewandhausorchester, das
durch Musikkünstler wie Felix Mendelssohn
Bartholdy oder
Wilhelm
Furtwängler bereits
einen besonders guten Ruf erhalten hatte, der durch
Kurt Masur ausgebaut und gestärkt wurde. Zum
Beispiel gab das Gewandhausorchester in den 26
Jahren unter der Leitung Kurt Masurs mehr als 900
Tournee-Konzerte, unter anderem 1974 während
der ersten USA-Tournee des Orchesters. Als Kurt
Masur das Gewandhausorchester im Jahr 1996
verließ, wurde ihm von diesem der ehrenvolle
Titel eines Dirigenten Laureate C verliehen.
Kurt Masur hat bei vielen führenden Orchestern
in der Welt als Gastdirigent gewirkt, zum Beispiel
beim London Symphonic Orchestra, dem Concertgebouw
Orchestra in Amsterdam, dem japanischen Yomiuri
Symphony Orchestra, dem Orchestre National de
France, und natürlich beim New York
Philharmonic Orchestra, dessen Chefdirigent er 1991
wurde und mit welchem er 1998 dessen erstes Konzert
in der Volksrepublik China verwirklichte.
Hunderte von Schallplattenaufnahmen entstanden mit
dem New York Philharmonic Orchestra, wozu eine viel
beachtete Vertonung von Werken Johannes Brahms' und
Robert Schumanns unter Mitwirkung Anne-Sophie
Mutters
zählt, sowie die Aufnahme aller Sinfonien
Beethovens, Brahms', Bruckners, Mendelssohn
Bartholdys und Tschaikowskys.
Neben all diesen Aktivitäten war Kurt Masur
noch als Lehrer an der Leipziger und der Breslauer
Musikakademie, sowie an etlichen US-amerikanischen
Musikausbildungsstätten tätig.
Ehrungen und Auszeichnungen wurden Kurt Masur in
Fülle zuteil: das Bundesverdienstkreuz der
Bundesrepublik Deutschland, die Goldene Ehrennadel
für Musik des National Arts Clubs der USA, die
Aufnahme in die französische Ehrenlegion und
die Ehrenbürgerschaft seiner Heimatstadt, um
nur einige wenige zu nennen.
1998 feierte Kurt Masur sein 50jähriges
Jubiläum als Berufsdirigent und am 18. Juli
2002 die Vollendung seines 75. Lebensjahres. Zuvor
konzertierte Kurt Masur, der die musikalische
Leitung des Orchestre National de France ab dem
Jahr 2002 innehat, mit dem New York Philharmonic
Orchestra im Baden-Badener Festspielhaus.
Seit Februar 2005 ist Kurt Masur Mitglied des
Freundeskreises des Festspielhauses.
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
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Kurt Masur. Zeiten und Klänge.
Biographie.
Von Johannes Forner, Manuela Runge
Gebundene Ausgabe, 405 Seiten,
Propyläen, Berlin
Erscheinungsdatum: 2002

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