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Abb:
Wolfgang Peter
Im Jahresprogramm 2002 des
Festspielhauses ist zu lesen: "Wer träumt
nicht einmal davon die MET zu besuchen? Dieser
Besuch verkürzt sich jetzt auf den
bloßen Weg zum Festspielhaus..." Im August
2002 erfreute The MET Orchestra an zwei
Konzerttagen ein begeistertes Publikum.
Am 20. Juni 2003 sollte der
Meisterdirigent mit den Münchner
Philharmonikern Werke von Berlioz,
Mendelssohn
Bartholdy und
Smetana im Festspielhaus zu Gehör bringen.
Leider war Levine erkrankt und wurde von Osmo
Vänskä vertreten.
Seine
Abschiedstournee mit den Münchner
Philharmonikern sollte James Levine am 26. Juni
2004 ins Baden-Badener Festspielhaus führen.
Das Konzert fällt leider aus.
Die Pressestelle des Festspielhauses ließ am
11. Juni 2004 wissen:
Gesundheitliche Gründe zwingen den Dirigenten
James Levine, seine Abschiedstournee mit den
Münchner Philharmonikern abzusagen. Wieder
einmal macht der Rücken des Maestros einen
Strich durch dessen Konzertpläne. Daher
fällt der geplante Konzert-Termin am Samstag,
26. Juni 2004, im Festspielhaus Baden-Baden
aus.Bereits gekaufte Eintrittskarten können an
der jeweiligen Vorverkaufsstelle zurück
erstattet werden.Gleichzeitig bietet das
Festspielhaus Baden-Baden Kartenkäufern
für das Konzert mit James Levine als kleinen
Trost einen 30-Prozent-Rabatt beim Kauf einer
Eintrittskarte für das Konzert des SWR
Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg
am Sonntag, 20. Juni 2004, um 19 Uhr an. Dann
stehen die "Faust-Szenen" von Robert Schumann auf
dem Programm. Mehrere Chöre, namhafte Solisten
und Dirigent Sylvain Cambreling interpretieren das
selten gespielte Werk.
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James
Levine
Der amerikanische Meisterdirigiert und Pianist
James Levine wurde am 23. Juni 1943 in Cincinnati
im US-amerikanischen Bundesstaat Ohio geboren. Mit
zehn Jahren trat er erstmals als Pianist gemeinsam
mit dem Cincinnati Symphony Orchestra auf. Einem
mehrjährigen Studium der Musiktheorie und des
Klavierspiels folgte die Ausbildung zum Dirigenten
und das Studium der Liedinterpretationen.
1964 wurde James Levine jüngster
Assistenz-Dirigent des Cleveland Symphony
Orchestra. 1971 wechselte er zur Metropolitan Opera
in New York und gab sein Debut als Dirigent mit
einer Aufführung der Puccini-Oper "Tosca".
Seine Karriere beim Metropolitan Orchestra reicht
vom Chefdirigenten (1973) und musikalischen Leiter
(1976) bis zum künstlerischen Direktor (1986).
Er dirigierte in den Jahrzehnten seiner
künstlerischen Tätigkeit beim
Metropolitan Orchestra ungefähr 2000
Vorstellungen von 75 Opern, worunter sich viele
Erstaufführungen des Orchesters befanden.
James Levine unternahm nicht nur mit dem
Metropolitan Orchestra zahlreiche Tourneen in alle
Welt, sondern sorgte auch dafür, dass die
Orchesterproduktionen im Fernsehen übertragen
wurden.
Sein künstlerisches Wirken beschränkte
James Levine allerdings nicht nur auf die Leitung
des Metropolitan Orchestra sondern brachte als
Pianist und Liedbegleiter während vier
Jahrzehnten eine Vielzahl von Musikstücken zu
Gehör und begleitete unter anderem
Cecilia
Bartoli,
Olga
Borodina und Kiri
Te Kanawa am Flügel.
Alle bedeutenden Orchester dieser Welt hat James
Levine dirigiert, seien es die Berliner
Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker oder das
Chikago Symphony Orchestra, um nur eine kleine
Auswahl zu nennen. Regelmäßige
Gastspiele bei den Salzburger Festspielen
(1975-1993) und den Bayreuther Festspielen
(1982-1998) gehörten zu James Levines
Künstlerleben, wie die "Drei Tenöre",
José Carreras, Plácido Domingo und
Luciano Pavarotti, auf ihrer Welttournee zu
begleiten, oder die Stabführung zur Filmmusik
von Disneys Zeichentrickfilm "Fantasia 2000".
Natürlich wurden auch Tonträgeraufnahmen
produziert. Mehr als 200 sind die stolze Bilanz
seit 1972.
Zu Beginn der Konzertsaison 1999/2000 wurde James
Levine zum Chefdirigenten der Münchner
Philharmoniker berufen. Mit diesen spielte er im
Juni 2002 im Baden-Badener Festspielhaus.
Im Sommer 2004 wird er als Musikdirektor zum Boston
Symphony Orchestra wechseln.
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
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