Festspielhaus   
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76530 Baden-Baden   

Festspielhaus Baden-Baden

  

 

 


Elisabeth Leonskaja

Abb: Wolfgang Peter


 Am 1. Februar 2003 gastierte Vladimir Fedosejev mit dem Tschaikowsky-Sinfonieorchester des Moskauer Rundfunks im Festspielhaus. Elisabeth Leonskaja war die Klavier-Solistin.

Auf dem Programm standen:
Peter Tschaikowsky: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 G- Dur Op. 44
Peter Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5 e-Moll Op. 64

 


Spätestens die "Russische Saison" des Mariinsky-Theaters aus St. Petersburg hat im Jahr 2002 bewiesen, wie gut die russische Kultur noch immer zu Baden-Baden passt. Wohl kaum eine andere deutsche Stadt bietet noch heute so viele Spuren der großen Salons des 19. Jahrhunderts, die nicht zuletzt auf Künstler und Kulturliebhaber aus Moskau oder St. Petersburg eine magische Anziehungskraft ausübten.

Elisabeth Leonskaja

Das Konzert vom 1. Februar 2003 war im Festspielhaus Baden-Baden ganz dem Schaffen Peter Tschaikowskys gewidmet.

Solistin des Abends war die "Grande Dame" der russischen Klavierschule, Elisabeth Leonskaja.

Die Pianistin und Wahl-Wienerin rettete 2002 eine "Pfingstmatinée" im Festspielhaus: Arcadi Volodos erkrankte und die in Tiflis geborene Virtuosin sprang ein, spielte Schubert, Schumann und Beethoven und faszinierte das Publikum vom ersten Anschlag an. Erst auf der Bühne wird aus der netten Dame eine ausdrucksstarke Künstlerin, die ihr Seelenleben mit Hilfe der Musik offen legt.

So schwierig es ist, persönliche Informationen über Elisbateh Leonskaja im Vorfeld zu bekommen, so eindrucksvoll ist ihr Spiel auf dem Podium, das Erscheinen der verletzlichen Künstlerin vor der menschlichen Maske des Alltags. Vielleicht durfte man sich gerade wegen Leonskajas Spiel und Auftritt besonders auf das hoch virtuose und völlig zu unrecht eher selten gespielte 2. Klavierkonzert aus der Feder Tschaikowskys freuen.

Keine Frage: Die fünfte Sinfonie des russischen Komponisten zählt zu den großen tragischen Werken des 19. Jahrhunderts und besticht ebenso durch ein monumentales Finale wie durch einen gehauchten langsamen Satz, den Tschaikowsky seiner Nachwelt ausgemalt mit sämtlichen Schattierungen der russischen Seele entgegenschleuderte. In der Interpretation des Tschaikowsky-Sinfonieorchesters aus Moskau unter der Leitung von
Vladimir Fedosejev wurde russische Tragik und lustvolles Musizieren auf höchstem Niveau zum Hörgenuss.

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