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Gidon
Kremer
Der lettische Meistergeiger Gidon Kremer wurde 1947
in eine deutschstämmige Musikerfamilie in Riga
geboren. Vater und Großvater waren Geiger von
Beruf, weswegen Gidon Kremer bereits in jungen
Jahren Musikunterricht in der Familie erhielt. Mit
sieben Jahren besuchte er die Musikschule Rigas und
wurde mit sechzehn Jahren für sein
musikalisches Können mit dem Ersten Preis der
lettischen Republik ausgezeichnet. 1965 führte
ihn seine musikalische Ausbildung an das Moskauer
Konservatorium, wo er Schüler des
weltbekannten sowjetischen Geigers Dawid Oistrach
wurde.
Gidon Kremers Arbeitseifer und Talent wurden 1967
mit dem Gewinn des englischen Queen Elizabeth
Wettbewerbs, 1969 dem Ersten Preis beim
Paganini-Wettbewerb in
Genua und 1970 in Moskau mit dem Gewinn des
Internationalen Tschaikowsky Wettbewerbs
honoriert.
Nach ausgedehnten Konzertreisen in den ehemaligen
UDSSR gab Gidon Kremer 1975 sein erstes Konzert in
Deutschland, dem 1976 sein erster Auftritt bei den
Salzburger Festspielen und 1977 sein Debut in den
USA folgten.
Weltweite Anerkennung sicherte sich Gidon Kremer
als einer der originellsten und unwiderstehlichsten
Musikkünstler des 20. Jahrhunderts, der nicht
nur klassische und romantische Musikstücke
meisterhaft wiedergeben konnte, sondern sich
zeitgenössischen anspruchsvollen Kompositionen
ebenso widmete wie der Filmmusik und den
Kompositionen des argentinischen "Tangokönigs"
Astor Piazzolla.
Mit seinen Darbietungen war er auf allen
großen Konzertbühnen der Welt gefragt,
konzertierte mit den besten Orchestern und
Dirigenten und arbeitete auch auf dem Gebiet der
Kammermusik mit Partnern wie Martha
Argerich und András
Schiff.
1981 gründete Gidon Kremer in Österreich
das Kammermusikfestival Lockenhausen, welches unter
dem "Gütezeichen" KREMERata MUSICA jeden
Sommer Musiker aus aller Welt für zwei Wochen
zum Musizieren auf höchstem Niveau
zusammenführt.
1997 folgte die Gründung von KREMERata
BALTICA, einem Streichorchester, dem junge Musiker
aus den baltischen Staaten angehören.
Tonträgeraufnahmen entstanden nicht nur mit
Gidon Kremer als Solisten, beispielsweise bei der
Aufnahme von Johannes Brahms'
Violinkonzerten und dessen Doppelkonzert, sondern
auch mit KREMERata MUSICA und KREMERata
BALTICA.
Zu den zahlreichen Preisen und Ehrungen die Gidon
Kremer erhalten hat, zählt der Preis der
Accademia Musicale Chigiana der italienischen Stadt
Siena, der unter anderem auch an Anne-Sophie
Mutter und Lilya
Zilberstein verliehen worden
ist, und der UNESCO Music Prize (International
Music Council) des Jahres 2001.
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
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