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Heinrich
Schiff
Der im
österreichischen Gmunden im Jahr 1951 geborene
Doppelspezialist in Sachen anspruchsvoller Tonkunst
begann mit sechs Jahren das Klavierspiel und
wechselte mit zehn Jahren zum Cellospiel. Sein
Musikstudium galt in erster Linie dem Cello,
wenngleich Heinrich Schiff bereits zeitweise
während seines Studiums in Dirigentenklassen
hospitierte.
1971 absolvierte der erfolgversprechende junge
Künstler seine ersten öffentlichen
Auftritte in Wien und London und machte sich rasch
einen Namen als großartiger Solist, der mit
bedeutenden Orchestern und ebensolchen Dirigenten,
zu denen Christoph Eschenbach, Michael Gielen,
Nikolaus
Harnoncourt,
Mariss
Jansons und
Kurt
Masur
zählen, in Europa, Japan und den USA sowohl
klassische als auch zeitgenössische
Kompositionen spielte. Bei der Uraufführung
vieler Werke bedeutender Komponisten der Neuzeit
wirkte Heinrich Schiff mit.
Ein großer Teil des von ihm beherrschten
Repertoires wurde auf Tonträgern festgehalten.
Dazu gehören Werke Antonio Vivaldis und Joseph
Haydns ebenso wie Robert Schumanns Cellokonzert und
das Doppelkonzert Johannes Brahms'.
Mitte der 1980er Jahre wandte sich Heinrich Schiff
zunehmend dem Dirigieren zu und engagierte sich
fortan hälftig im Cellospiel und hälftig
im Dirigieren.
Von der Dresdner Staatskapelle über die
Münchner Philharmoniker bis zum Los Angeles
Philharmonic Orchestra leitete er eine Vielzahl von
Orchestern, wobei er etliche Chef- und
Gastdirigentenposten wahrnahm. Er beschränkte
sich bei dieser Arbeit jedoch nicht nur auf rein
konzertante Präsentationen, sondern wirkte
auch an Opernproduktionen mit.
Seit Beginn der Spielzeit 1998/99 nimmt der
Künstler, von dem befunden wird, dass sein
reicher Cello-Klang und sein robuster rhythmischer
Sinn, ihm die Freiheit gestatten, wahre Fantasie
bei gleichzeitiger Beachtung der Vorgaben des
Komponisten walten zu lassen, den Rang eines Ersten
Gastdirigenten des Radio-Sinfonieorchesters
Stuttgart des SWR ein.
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
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