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5. und 6. Oktober 2002

Monteverdis "L'Orfeo" als Neuinszenierung im Festspielhaus Baden-Baden

Monteverdis Oper "L’Orfeo" wird als Neuinszenierung am Samstag, 5. Oktober 2002, um 20 Uhr und am Sonntag, 6. Oktober 2002 um 19 Uhr im Festspielhaus Baden-Baden zu sehen sein.

Es spielen das Balthasar-Neumann-Ensemble und der gleichnamige Chor unter der Leitung von Thomas Hengelbrock. Die Regie führt Philipp Himmelmann und das Bühnenbild entwickelte Johannes Leiacker. Die Kostüme entwarf Marie Thérèse-Jossen.

"L’Orfeo" aus dem Jahre 1607 gilt als erstes erhaltenes Musikdrama und markiert nach den vorangegangenen Pastoralspielen "Dafne" (1594) von Marco da Gagliano und "Euridice" (1600) von Jacopo Peri die eigentliche Geburt der Kunstgattung Oper. Im "Orfeo" stellte Monteverdi erstmals eine zweiteilige Ouvertüre voran und verwob die auch für ihre Zeit monumentale Musik schlüssig mit dem Text Striggios. Das eigentlich tragische Ende des Mythos’ wurde für die Uraufführung in der Karnevalszeit am Hofe des Herzogs von Mantua in ein "Happy-End" umgewandelt.

Regisseur Philipp Himmelmann knüpft mit der Baden-Badener Inszenierung an sein hochgelobtes Konzept aus dem Jahr 1998 an. Damals hatte das Team - noch ohne Thomas Hengelbrock und die Balthasar-Neumann-Ensembles- im Ballhof Hannover die "Mutter aller Opern" auf die Bühne gebracht. In dem Maße, wie die Musik in der Nacherzählung des Mythos an Bedeutung gewinnt und Orpheus als Sänger zu sich selbst findet, entwickelt sich aus der anfänglichen Konzertsituation eine zunehmend perfekte Theaterillusion. Euridice, die Geliebte Orfeos, wandelt sich von der Geliebten zur Muse, der klassische Mythos zum Künstlerdrama der Neuzeit.

Thomas Hengelbrock

Musikalisch überzeugte Thomas Hengelbrock mit seinem Vokal- und Instrumentalensemble in diesem Sommer bereits im von ihm geleiteten "Feldkirch Festival" im österreichischen Voralberg mit "L’Orfeo". Die Neuinszenierung in Baden-Baden zollt nun dem wesentlich größeren Veranstaltungsraum Tribut und verbindet die musikalisch aufregende Interpretation Hengelbrocks mit einer Inszenierung, die im wahrsten Sinne des Wortes die Augen für das sagenhafte Drama um den Künstler Orpheus öffnet.


 

Die Titelrolle singt der italienische Bariton Furio Zanasi, der in seiner Laufbahn mit bedeutenden Dirigenten wie René Jacobs, Jordi Savall und Ivor Bolton zusammen gearbeitet hat und auf zahlreichen wichtigen Opernbühnen Europas (München, Salzburg, Barcelona) aufgetreten ist. Die weiteren Solisten entstammen zum größten Teil dem Balthasar-Neumann-Chor.

Thomas Hengelbrock und seine Ensembles konnten schon zahlreiche Erfolge im Festspielhaus Baden-Baden verbuchen. Zuletzt gelangen den Künstlern mit Monteverdis "Marienvesper" und dem Bühnenspektakel "Venezianischer Karneval" an der Oos unvergessliche Konzerte. In den kommenden Jahren soll die Zusammenarbeit zwischen diesen Künstlern und dem Festspielhaus nach Aussage von Intendant Andreas Mölich-Zebhauser intensiviert werden.

Die Landestiftung Baden-Württemberg fördert das Projekt sowie Balthasar-Neumann- Chor und - Ensemble maßgeblich.

Samstag, 5. Oktober 2002, 20 Uhr
Sonntag, 6. Oktober, 19 Uhr

CLAUDIO MONTEVERDI:
"L’ORFEO" - FAVOLA IN MUSICA

Neuinszenierung nach einem Konzept von 1998 für den Ballhof Hannover

Besetzung:
Orfeo: Furio Zanasi
Prosperina: Constanze Backes
Euridice / Musica: Camilla Nylund
Caronte / Pluto: Marek Rzepka
Messagiera: Gloria Banditelli
Apollo: Raphael Pauß
Speranza: Laurie Reviol
Ninfa: Undine Holzwarth
Pastore: Knut Schoch, Hans Jörg Mammel, Jürgen Banholzer
Spirito: Markus Flaig, Manfred Bittner
Thomas Hengelbrock, Dirigent
Philipp Himmelmann, Regie
Balthasar-Neumann-Chor und Balthasar-Neumann-Ensemble
Bühne: Johannes Leiacker
Kostüme: Marie-Thérèse Jossen
Licht: Frank Kuhlmann


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