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Hélène
Grimaud
Am 7. November 1969 wurde Hélène
Grimaud im südfranzösischen
Aix-en-Provence geboren. Das hochsensible,
anspruchsvolle und eigenwillige Kind mit einem
"Überschuss an psychischer und physischer
Energie" wurde von seinen Eltern, einem
italienisch- und deutschstämmigen Lehrerpaar,
bestmöglich gefördert, weswegen
Hélène Grimaud im Alter von sieben
Jahren Klavierunterricht erhielt.
Einsatzwille, Begabung und Übungsfleiß
führten dazu, dass Hélène
Grimaud mit elf Jahren von Pierre Barbizet in
Marseille und Jacqueline Courtin in Aix-en-Provence
auf die Aufnahmeprüfung am Pariser
Musikkonservatorium vorbereitet wurde. Die Aufnahme
in das Conservatoire National de Musique erfolgte
seitens der Jury einstimmig und
Hélène Grimaud begann mit 13 Jahren
das Leben einer Reisenden in Sachen Musik. Ein paar
Tage die Woche war sie in Paris, ein paar Tage im
Monat in Marseille zum Musikunterricht. Der
reguläre Schulunterricht war auf diese Art und
Weise nicht mehr zu bewältigen, weswegen das
junge Mädchen Fernunterricht erhielt.
Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte
Hélène Grimaud, als sie mit 14 Jahren
in dem neu gegründeten Orchester des
Konservatoriums ihrer Heimatstadt das zweite
Klavierkonzert von Frédéric Chopin
spielte. Angesichts der Tatsache, dass ihre Pariser
Lehrer ihr aus Alters- und Reifegründen die
Beschäftigung mit manchen Stücken der
Musikliteratur nicht zugestehen wollten, kam es zu
Konflikten, die darin gipfelten, dass
Hélène Grimaud mit 15 Jahren den
regulären Unterricht am Pariser Konservatorium
verließ und lediglich noch Meisterkurse
absolvierte. Zu jenem Zeitpunkt hatte sie bereits
ihre erste Schallplatte realisiert.
In den Folgejahren prägten die Teilnahme an
Festivals, das Zusammentreffen mit
Musikergrößen wie Daniel
Barenboim, Martha
Argerich und Gidon
Kremer, sowie
zermürbende Selbstzweifel Hélène
Grimauds Leben. 1990 gab sie ihr Tourneedebüt
in den USA. Während ihrer zweiten
Konzerttournee durch die USA im Jahr darauf
entschied sie sich, in den USA zu leben. 1991 traf
sie erstmals auf eine Wölfin, und
beschäftigte sich neben ihrer
Künstlerkarriere intensiv mit dieser Tierart,
erwarb eine Reihe von Fachdiplomen und legte im
Frühjahr 1997 das Gehege "Wolf Conservation
Center" in South Salem in der Nähe New Yorks
an.
Mittlerweile kann die gefeierte Pianistin auf eine
stattliche Anzahl an Tourneen mit den besten
Orchestern und Dirigenten der Welt, Auszeichnungen
und Plattenaufnahmen blicken.
Als Pianistin des Jahres ist Hélène
Grimaud mit dem Echo Klassik 2005, der
höchsten Auszeichnung für Musik auf
Tonträgern, die in Deutschland verliehen wird,
geehrt worden.
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
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