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Nina
Corti
Die
zeitgenössische Königin des Flamenco, des
traditionellen Tanzes der spanischen Provinz
Andalusien, ist Schweizerin.
In Zürich wurde sie als Mitglied einer Familie
italienisch-russisch-polnischer Abstammung geboren
und kam durch die Tätigkeit des Vaters als
Berufsmusiker im Tonhallen-Orchester von klein an
mit musikalischen Ausdrucksformen in
Berührung.
Klavierspiel und Ballett begleiteten ihre Kinder-
und Jugendzeit. Dem Schulabschluss folgte eine
Ausbildung zur Goldschmiedin. Während dieser
Zeit begleitete Nina Corti eine Freundin zum
Flamenco-Tanzunterricht und war von dieser Tanzform
sofort angetan.
Nach ihrem Lehrabschluss gewährte ihr die
Stadt Zürich ein Stipendium, das es Nina Corti
ermöglichte, in Madrid und Sevilla klassischen
spanischen Tanz und Flamenco zu studieren. Ihr
Einfühlungsvermögen in diese Tanzart war
offenbar so groß, dass Nina Corti von den
Spaniern ohne Vorbehalt akzeptiert wurde.
Flamenco basiert sowohl als Musik als auch als Tanz
auf Strukturen, Rhythmen und Akkorden, die im Laufe
von Jahrhunderten aus Traditionen der Zigeuner, der
Mauren und der Andalusier entstanden sind.
Nina Cortis Anfangstourneen präsentierten gute
Zigeunermusik und die entsprechende
tänzerische Umsetzung. Nach einiger Zeit
begann Nina Corti, sich hiervon zu lösen und
mit Sinfonieorchestern aufzutreten. Das absolute
Beherrschen der klassischen Schrittfolge
ermöglichte Nina Corti, jenseits der gelernten
Technik Improvisation und Spontaneität
gemäß dem jeweiligen Musikstück
tänzerisch auszudrücken.
Seit zwei Jahrzehnten begeistert Nina Corti bereits
international mit ihren Solotänzen. So auch in
Baden-Baden während einer Benefizveranstaltung im Jahr
2002, als sie
von der Baden-Badener
Philharmonie
begleitet wurde.
Mit der Baden-Badener Philharmonie riss Nina Corti
Ende April 2004 in den Konzertsälen von Basel
und Bern das Schweizer Publikum zu wahren
Applausstürmen hin. Die Benefizveranstaltungen
für Unicef wurden mit minutenlangen stehenden
Ovationen bedacht.
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
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