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www.bad-bad.de im
Festspielhaus
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Corpo di
Ballo del Teatro alla Scala
vom 4. bis 6. Juli im Festspielhaus
Das
Ballett der Mailänder Scala bot traumhafte
Tanzbilder nach der von George Balanchine getanzten
Version zu "Ein Sommernachtstraum". Das Corpo di
Ballo des für seine Opern berühmte Teatro
alla Scala stellte den vom künstlerischen
Direktor Frédéric Olivieri betreuten
Zweiakter im Festspielhaus vor. Die Baden-Badener
Philharmonie spielte unter der Leitung des
erfahrenen Ballettdirigenten David Garforth zu der
von Mendelssohn Bartholdy komponierten
Schauspielmusik.
Im ersten Akt erlebten die Zuschauer die Abenteuer,
die zwei junge Liebespaare und eine Gruppe von
Handwerkern während der Mittsommernacht in
einem Wald erleben, in dem sich auch allerlei Elfen
und Kobolde herumtreiben.
Die Schülerinnen und Schüler der
Ballettfachschule Ronecker tanzten graziös und
edel als Elfen durch einen schön anzusehenden
Elfenwald.
Balanchine beschränkt sich in seiner
Choreographie auf die Kernszenen - verbannt
Überflüssiges und Dekoratives. Oberon und
Titania zankten sich um den kleinen Pagen,
während Alessandro Grillo den Herrn des
magischen Volkes verkörperte. Marta Romagna
überzeugte im Spitzenpart der Titania und
Riccardo Massimi glänzte durch den
übermütig gespielten Puck. Er stiftete
Verwirrung mit seiner Zauberblume und die Solisten
des Scala-Balletts zeigten viel Humor - sie
stritten, kämpften und verfolgten sich. Puck
war es zu verdanken, dass sich bis zur Pause Oberon
und Titania wieder versöhnten und die
richtigen Paare zueinander fanden.
Im zweiten Akt wurde der "Sommernachtstraum" zu
einer großen Tanzgala des klassischen
Spitzentanzes. Drei glänzend tanzende
Solo-Hochzeitspaare präsentierten ihre Kunst,
die noch von Marta Romagna und Mick Zeni in einem
phantastischen Pas de deux übertroffen
wurde.
Luisa Spinatelli bewies ausstatterisches
Fingerspitzengefühl nicht nur bei der Auswahl
der einzelnen Kostüme, sondern auch bei der
Phantasiearchitektur der einzelnen
Bühnenbilder.
Das Ballett der Mailänder Scala begeisterte
das Publikum in Baden-Baden und wurde mit
frenetischem Beifall für seine hervorragende
Leistung belohnt.
Marion Meloni, Renchen
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