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Montserrat
Caballé
Die
vielseitige Sopranistin, die zu den weltbesten
Sängerinnen des 20. Jahrhunderts gehört,
wurde am 12. April 1933 in Barcelona geboren. Ihr
schon im Kindesalter begonnenes Musikstudium am
Liceo der katalanischen Metropole, wo sie 1954 die
Goldmedaille des Konservatoriums ersang, rundete
Montserrat Caballé in Mailand ab.
Die "Mimi" in Giacomo Puccinis "La Bohème"
wurde 1956 ihre Debütrolle am Basler
Stadttheater. Weitere Debüts folgten in
Bremen, Mailand, Barcelona, Lissabon und Mexico
City, bis der 32jährigen in New York der
internationale Durchbruch gelang. Montserrat
Caballé sprang kurzfristig für die
erkrankte Marylin Horne ein und sang ohne eine
einzige vorherige Probe in einer konzertanten
Aufführung den Part der Lucrezia Borgia aus
Gaetano Donizettis gleichnamiger Oper.
Eine beispiellose Weltkarriere entwickelte sich in
den darauf folgenden Jahrzehnten, Nicht nur auf
Opernbühnen riss Montserrat Caballé
ihre begeisterten Zuhörer mit, sondern sie
produzierte mit nicht minder berühmten
Sängerinnen und Sängern Tonträger
mit Werken, die von Vincenzo Bellini bis Giuseppe
Verdi komponiert worden waren.
Seit 1964 mit Bernabe Marti verheiratet, erzog
Montserrat Caballé neben ihrer Karriere noch
die beiden Kinder Bernabe und Montserrat Marti, die
es ihrer Mutter gleichtat und ebenfalls
Sängerin wurde. Mutter und Tochter haben
erfolgreich gemeinsame Konzerte bestritten.
Die humorvolle Weltklassekünstlerin hat sich
nicht nur in Opern, Oratorien und Liederabenden der
so genannten E-Musik verschrieben, sondern hat
stürmisch gefeiert auch Liedgut der ebenfalls
so genannten U-Musik präsentiert. Zusammen mit
Freddie Mercury, dem legendären Sänger
der britischen Rockband "Queen",
veröffentlichte Montserrat Caballé 1988
das Album "Barcelona".
1992 bestritt sie die spektakulären
Eröffnungsfeiern zur Weltausstellung in
Sevilla und zu den Olympischen Sommerspielen in
Barcelona.
Als UNESCO-Botschafterin ist Montserrat
Caballé unermüdlich im Einsatz und
stellt ihr humanitäres Engagement in einer
eigenen Kinderhilfestiftung zusätzlich unter
Beweis.
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
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