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Andreas
Mölich-Zebhauser verlängert bis
2019
Der Baden-Badener Festspielhaus-Intendant und
Geschäftsführer Andreas
Mölich-Zebhauser bleibt bis zum Jahr 2019 im
Amt. Dies ist das Ergebnis gemeinsamer Beratungen
des Vorstands der privaten Kulturstiftung
Festspielhaus Baden-Baden mit dem 57-jährigen.
Der Kulturmanager Andreas Mölich-Zebhauser
leitet das größte deutsche Opernhaus
seit Juni 1998. "Er ist der Architekt einer
Erfolgsgeschichte ohne Gleichen. Dass das
Festspielhaus Baden-Baden innerhalb von nur wenigen
Jahren Europas erstes privat finanziertes Opernhaus
geworden ist und internationale Ausstrahlung
erreicht, verdanken wir vor allem ihm. Er gilt
für die Stiftung in dieser Position daher als
gesetzt", sagte Stiftungsvorstands-Vorsitzender
Horst Weitzmann am 20. Mai 2010 im Rahmen einer
Pressekonferenz zur vorzeitigen
Vertragsverlängerung. Die private
Kulturstiftung ist Trägerin der Festspielhaus
Baden-Baden gGmbH.
"Ich möchte meinem Team, den vielen
Förderern des Hauses, dem Publikum und den
Künstlern dafür danken, dass sie mir das
perfekte Umfeld für meine Arbeit bereitet
haben. Ich kann mir kein aufregenderes Haus
vorstellen, und Baden-Baden ist ein inspirierendes
Juwel", sagte Intendant Andreas
Mölich-Zebhauser. Der vierfache Vater und
Musikmanager begann seine Arbeit in Baden-Baden im
Juni 1998, als das Projekt Festspielhaus nur wenige
Wochen nach der Eröffnung des Hauses zu
scheitern drohte. Heute glänzt das
2500-Plätze-Haus mit den großen Namen
der internationalen Musikszene und bietet
Festspiele fast über das ganze Jahr
hinweg.
"Die zweite Dekade meiner Amtszeit steht für
die internationale Verankerung des Festspielhauses
und die weitere Schärfung des
künstlerischen Profils", umriss
Mölich-Zebhauser ein großes Ziel. "Ich
möchte erreichen, dass Musikliebhaber in aller
Welt leuchtende Augen haben, wenn sie den Namen
Baden-Baden hören. Mit dem Träumen habe
ich noch lange nicht aufgehört, wo doch jetzt
die besten Jahre des Hauses beginnen. "Dass das
Festspielhaus auf diesem Weg gut unterwegs ist,
zeigt schon heute die Präsenz der
internationalen Klassik-Stars an der Oos." Wenn
Baden-Baden heute schon für eine positive
musikalische Aufregung steht, ist das Fundament
gelegt. Nun müssen wir einen fruchtbaren
internationalen künstlerischen Austausch zur
Entwicklung einer neuen Bühnenästhetik in
Gang bringen", so Andreas
Mölich-Zebhauser.
Erst vor wenigen Wochen hatte der Intendant
entschieden, in Zukunft in der Oper
ausschließlich Eigenproduktionen zu zeigen.
Die in zwei Tagen beginnenden Pfingstfestspiele
2010 geben bereits einen Vorgeschmack: Bizets Oper
"Carmen" wird vom
griechischen Dirigenten Teodor Currentzis in einem
hoch differenzierten historischen Klangbild
aufgeführt, und der französische
Regisseur Philippe Arlaud führt den Klassiker
des Musiktheaters behutsam zurück in die
Tradition der Operá comique. "Ich
möchte der Ära des Regietheaters eine
Ära der umfassenden Ernsthaftigkeit im Umgang
mit der Oper folgen lassen", sagte Andreas
Mölich-Zebhauser. In der Musik sei diese
Entwicklung längst im Gange und werde vom
Publikum dankbar aufgenommen. "Nur der Austausch
aller Künste kann uns eine neue
Bühnenästhetik bringen", ist das Credo
des Baden-Badener Intendanten, der in Zukunft
anregende Treffen von Künstlern verschiedener
Genres in der Stadt an der Oos etablieren
möchte. Im Konzertbereich und im Ballett haben
die Planungen für neue und teils auch
umfangreichere Programme bereits begonnen, so der
Intendant. "Auch die Education-Arbeit wird in den
kommenden Jahren immer wichtiger werden und Teil
des Gesamterfolges unseres schönen Hauses
sein", blickte Andreas Mölich-Zebhauser in die
Zukunft.
Da eine solche Entwicklung Zeit benötigt, ist
die Entscheidung des Stiftungsvorstandes der
Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden
konsequent: "Wir stärken damit dem
Künstler und dem Manager Andreas
Mölich-Zebhauser den Rücken", sagte
Stiftungsvorstands-Vorsitzender Horst Weitzmann.
(PR)
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