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Straßburg/Strasbourg
Sehenswürdigkeiten
Straßburgs gut erhaltene historische Altstadt
Île de la Cité wird von der Ill, einem
Nebenfluss des Rheins, umflossen. Sie wurde 1988
zum Weltkulturerbe erklärt. Wahrzeichen der
Stadt ist das 1176-1439 erbaute romanische und
gotische Straßburger
Münster.
Der Münsterplatz gehört zu den
schönsten europäischen Stadtplätzen.
Dominiert von der Westfassade des Münsters,
stehen hier zahlreiche, teilweise vier- bis
fünfgeschossige Fachwerkhäuser im
alemannisch-süddeutschen Stil.
Charakteristisch sind die steilen Dächer mit
bis zu vier Dachgeschossen. An der Nordseite des
Münsterplatzes steht das bekannte, reich
verzierte Haus Kammerzell.
Touristisch sehr beliebt ist das so genannte
"Gerberviertel" (frz. "La Petite France") am Ufer
der Ill und mehrerer Kanäle mit seinen
malerischen Fachwerkhäusern, kleinen Gassen
und den typischen Dachgauben. Früher lag auf
dieser Insel ein Militärkrankenhaus, in der
Soldaten mit der sogenannten "Franzosenkrankheit"
behandelt wurden - man bezeichnete so abwertend die
Syphilis zu Zeiten, als Straßburg noch nicht
französisch war. Von diesem Begriff leitet
sich der Name für das Viertel ab. Einer
anderen Theorie zufolge leitet sich der Name von
französischen Soldaten ab, die die
Blätter der dort stehenden Weiden für
heilsam hielten.
Der 1908 errichtete Temple neuf in der Altstadt ist
die größte protestantische Kirche
Frankreichs. Weitere Denkmäler aus der Zeit
des deutschen Kaiserreichs sind der Bahnhof und die
Universität.
Als Ersatz für die zerstörte alte
Synagoge wurde 1958 die Synagogue de la Paix
errichtet.
Für die Konzeption des Parkplatzes und
Straßenbahnhaltestelle in Hoenheim-Nord
erhielt Zaha Hadid den Mies van der Rohe Preis
für Europäische Architektur 2003.
Kultur:
Die Opéra national du Rhin mit eigenem
Ballett und Orchester, dem Orchestre Philharmonique
de Strasbourg, kann mit Gastauftritten von
Spitzenstars der Konzertwelt aufwarten und hat ein
treues Abonnement-Publikum, das aus dem gesamten
oberrheinischen Gebiet kommt.
Der Kabarettist Roger Siffer betreibt seit 1984
sein eigenes Kabarett, das "Théâtre de
la Choucrouterie", einer ehemaligen
Sauerkrautfabrik, am Rande der Straßburger
Altstadt. Seine Revues laufen gleichzeitig auf
Französisch und auf Elsässisch in zwei
Sälen. In die Choucrouterie kommen
jährlich mehr als 20 000 Besucher.
Kultur um und im
Münster:
Führungen durch das Straßburger
Münster erschließen dem Besucher die
Geschichte und Ästhetik eines
architektonischen Höhepunktes der Gotik.
Zur Weihnachtszeit bietet Straßburg einen der
schönsten Weihnachtsmärkte
überhaupt, den Christkindelsmärik. Zum
Besuch laden ein: die Lage um das Münster, die
elsässischen Spezialitäten, die riesige
Weihnachtstanne aus den Vogesen auf dem Place
Kléber, die von einer Arbeitsgruppe
alljährlich ein anderes Dekor erhält, bis
hin zu Weihnachtskonzerten in den Kirchen und dem
Münster.
Museen:
Der Palais du Rhin (Kaiserpalast)Das Musée
des Beaux-Arts präsentiert Gemälde alter
Meister, u.a. Hans Memling, El Greco, Goya,
Correggio, Rubens, Tintoretto, Veronese, Canaletto,
Giotto, Van Dyck und Watteau.
Im Musée Alsacien wird Volkskunst und
Kunsthandwerk aus dem Elsass ausgestellt.
Weithin bekannt ist das "Museum für moderne
und zeitgenössische Kunst", das Musée
d'Art moderne et contemporain, mit seiner markanten
Pferdestatue auf dem Dach und seiner großen
Sammlung von Werken von Gustave Doré, Jean
Arp und Victor Brauner.
Im Centre Tomi Ungerer ist das zeichnerische und
graphische Lebenswerk des berühmten
elsässischen Künstlers zu sehen.
Spielzeug, Fotografien und das Familienarchiv
ergänzen die einzigartige Sammlung.
Seit 2005 bereichert das "Le Vaisseau", ein
Wissenschafts- und Technikzentrum für Kinder
und Jugendliche zwischen 3 und 15 Jahren die
Straßburger Museumslandschaft.
Archäologisches Museum im Palais Rohan, 2,
Place du Château. Das Museum bietet die
älteste Geschichte des Elsass: von der
Urgeschichte bis zum Anfang des Mittelalters. Die
Abteilung "Das römische Elsass" bietet eine
reichaltige Sammlung von Funden des 1. - 5. Jahrh.
nach Chr.
Musée de l'Œuvre Notre-Dame
("Frauenhausmuseum") 3, place du Château, mit
Meisterwerken der Gotik und der Renaissance;
oberrheinische Kunst vom 11. bis 17.
Jahrhundert.
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