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Albert Schweitzer
Albert Schweitzer wurde am 14. Januar 1875 in
Kaysersberg geboren. Er studierte an der
Universität in Straßburg die Fächer Theologie und
Philosophie; daneben studierte er in Paris Orgel.
Nach seinem Studienabschluss wurde er Dozent
für Theologie an der Universität
Straßburg und Vikar an der Kirche St.
Nikolai. Nach einem Jahr in diesen Ämtern
beschloss er, Medizin zu studieren und danach als
Missionsarzt in Afrika tätig zu sein.
1913 gründete er in
Französisch-Äquatorialafrika (heute
Gabun) das Urwaldspital Lambaréné.
Als Deutsche wurden er und seine Frau Helene
Schweitzer-Bresslau ab 1914 zeitweise von den
Franzosen interniert. 1917 wurde das Ehepaar
Schweitzer von Afrika nach Frankreich
überführt und in Bordeaux, Garaison und
St. Rémy de Provence interniert. 1918 kamen
sie ins Elsass zurück, das inzwischen
französisch geworden war. Dort nahm Albert
Schweitzer wieder die Stelle als Vikar in St.
Nicolai an und trat als Assistenzarzt in ein
Straßburger Spital ein.
Dank des schwedischen Bischofs Nathan
Söderblom konnte Albert Schweitzer ab 1920 in
Schweden Vorträge über seine Ethik der
"Ehrfurcht vor dem Leben" halten, mittels
Orgelkonzerten seine Schulden bezahlen und Geld
für die Rückkehr 1924 nach Afrika
verdienen, um dort das Urwaldhospital
auszubauen.
Bekannt wurde Albert Schweitzer vor allem durch
sein Buch "Zwischen Wasser und Urwald", das er in
kurzer Zeit 1921 geschrieben hatte. 1932 warnte
Schweitzer in einer vor dem aufkommenden
Nationalsozialismus. Er war auch ein Gegner von
Atomversuchen.
Albert Schweitzer war 44 Jahre alt, als seine
elsässische Heimat von Frankreich annektiert
wurde, damit bekam er als Deutscher die
französische Staatsangehörigkeit. Da er
kein Franzose war, wird er heute auch nicht als
einer der Söhne Frankreichs angesehen. Deutsch
war seine Muttersprache, Französisch seine
erste Fremdsprache. Mit Frankreich verband ihn aber
Jean-Paul Sartre, der Sohn von Schweitzers Cousine
Anne-Marie. Die kritische Auseinandersetzung mit
der gerade in Frankreich populär gewordenen
Existenzphilosophie beschäftigte ihn noch in
seinen letzten Lebensjahren. Albert Schweitzer
starb am 4. September 1965 in
Lambaréné.
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