Günther Ücker
  Illustration © Wolfgang Peter

 


Günther Uecker

Der einfallsreiche, umtriebige und hoch geehrte Repräsentant deutscher Gegenwartskunst wurde am 13. März 1930 in Wendorf, Mecklenburg, geboren.

Nach einer Lehre zum Maler und Reklamegestalter begann Günther Uecker 1949 ein Kunststudium in Wismar, setzte es in Berlin-Weißensee fort und studierte von 1953 bis 1957 an der Kunstakademie in Düsseldorf.

1957 begann Günther Uecker in monochromen weißen Nagelbildern, seine Vorstellungen umzusetzen, was ihm innerhalb kurzer Zeit internationales Ansehen verschaffte.

Licht, Dynamik, Raum, deren Wechselwirkungen, Kombinations- und Variationsmöglichkeiten faszinierten nicht nur Günther Uecker, sondern auch die Künstler Otto Piene und Heinz Mack, mit denen Günther Uecker ab 1957 häufig gemeinsame Ausstellungen verwirklichte.

Lichtplantagen und Sandspiralen entstanden neben seinen Nagelarbeiten, in denen er zunehmend Alltagsgegenständen, wie Möbeln, Aufmerksamkeit schenkte.

1963 wurde er erstmals ausgezeichnet, als er in Verbindung mit ZERO, einer von Heinz Mack und Otto Piene gegründeten Künstlergruppe, der auch Günther Uecker zeitweise angehörte, auf der 4. Biennale in San Marino den ersten Preis erhielt. Im Jahr darauf folgten der Preis der Jungen Biennale in Paris und der Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen.

1966 richtete Günther Uecker ein Atelier in New York ein, wurde weiter ausgezeichnet und begann ausgedehnte Reisen nach Lateinamerika, Afrika und Asien.

1974 nahm er seine Unterrichtstätigkeit an der Düsseldorfer Kunstakademie auf.

Mit der Gestaltung seiner Environments-Kunstwerke, in denen das Bewegungsmoment mit verarbeitet wurde - hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits begonnen.

1977 fertigte er ein Wandrelief für das UNO-Gebäude in Genf.

1979 stellte er mit dem Bühnenbild zur in Bayreuth aufgeführten Wagner-Oper "Lohengrin", dem 1982 das Bühnenbild der in Stuttgart dargebotenen Oper "Tristan und Isolde" folgte, seine künstlerische Vielseitigkeit erneut unter Beweis.

Die Bundesrepublik Deutschland verlieh Günther Uecker im Jahr 1985 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Aus der Vielzahl an Ausstellungen, in denen seine Werke gezeigt wurden, sei die große Einzelausstellung in Moskau im Jahr 1988 hervorgehoben. Eine weitere Anerkennung seines künstlerischen Schaffens erfuhr Günther Uecker, als er im Jahr 2000 in den renommierten französischen Orden "L' Ordre pour le Mérite" aufgenommen wurde. (RW)

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Günther Ücker

Günther Uecker
Zwanzig Kapitel

Hrsg. Alexander Tolnay, Neuer Berliner Kunstverein, Text von Wulf Herzogenrath, Dieter Honisch, Britta Schmitz, Alexander Tolnay, Stephan von Wiese, Kazuhiro Yamamoto

Deutsch, 200 Seiten, 199 Abb., davon 93 farbig, Fotmat, 25,20 x 28,50 cm, gebunden mit Schutzumschlag, erschienen im März 2005


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