Eugen Schönebeck
  Illustration © Wolfgang Peter

 


Eugen Schönebeck

Der Maler mit der kurzen Künstlerkarriere wurde 1936 in Heidenau bei Dresden geboren. An der Meisterschule für Angewandte Kunst in Ost-Berlin begann er 1954 seine künstlerische Ausbildung, wechselte 1955 jedoch nach West-Berlin, wo er bis 1961 an der Hochschule für Bildende Kunst studierte. Dort traf er mit Georg Baselitz zusammen, mit dem er 1961 das 1. Pandämonische Manifest präsentierte. Beide Künstler lehnten sich darin gegen die etablierten modernen Kunstformen auf und bekräftigten dies in ihrem 2. Pandämonischen Manifest des Jahres 1962, wonach ihre Zusammenarbeit endete.

Eugen Schönebecks Suche nach einem eigenen expressiven Malstil ließ ihn sich mit den Ursachen und Folgen des nationalsozialistischen Deutschlands, in welchem die Gegenständlichkeit in der Kunst gefragt und gefordert gewesen war, ebenso auseinandersetzen wie mit christlichen Werten und sozialistischen Ideen. Seine Erkenntnisse verarbeitete er in Bildern wie "Majakowski" (Wladimir Majakowski, 1893-1930, russischer Dichter) und "Mao Tse-Tung" (Sammlung Frieder Burda), die er 1965 schuf.

Im selben Jahr hatte er seine zweite Einzelausstellung in Berlin.

Als er völlig überraschend im Jahr 1966 seine Laufbahn als Bildender Künstler beendete, hatte er gut zwei Dutzend Ölgemälde und Hunderte von Zeichnungen in den wenigen Jahren seines aktiven Künstlerlebens geschaffen.

Seine Bilder wurden weiterhin öffentlich präsentiert, wenn die Ausstellungen die Entwicklung der deutschen Kunst nach 1945 zum Thema hatten, sei es 1973 in der
Staatlichen Kunsthalle in Baden-Baden, oder 1977 auf der documenta 6 in Kassel, oder weltweit in der Schweiz, Griechenland, Italien, Großbritannien und den USA.

1992 wurde Eugen Schönebeck mit dem Fred Thiele Preis für Malerei ausgezeichnet.


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