Karl Schmidt-Rottluff

  Illustration © Wolfgang Peter

 


Karl Schmidt-Rottluff

wurde am 1. Dezember 1884 in Rottluff bei Chemnitz als Sohn eines Müllers geboren. Später hängte er seinem eigentlichen Namen Schmidt den Namen seines Geburtsortes Rottluff an.

1905 begann er mit einem Architekturstudium an der Technischen Hochschule in Dresden, wo er durch Heckel mit
Ernst Ludwig Kirchner und Fritz Bleyl zusammentraf. Gemeinsam mit ihnen gründete er die Künstlervereinigung "Die Brücke". Ein Sommeraufenthalt im Jahr 1906 bei Emil Nolde hatte zur Folge, dass sich dieser kurzzeitig der "Brücke" anschloss.

Schmidt-Rottluff trat 1910 mit den anderen Mitgliedern der "Brücke" der
"Neuen Secession" bei und beteiligte sich einige Zeit an deren Ausstellungen.

1911 siedelte er nach Berlin über und malte weiterhin vorwiegend Landschaften und Stilleben in starken, ungebrochener Farben. 1912 beteiligte er sich an der "Sonderbund-Ausstellung" in Köln. Unter dem Eindruck von
Pablo Picassos Werk flossen kubistische Elemente und Formen in Schmidt-Rottluffs Arbeiten ein.

Am 27. Mai 1913 wurde "Die Brücke" offiziell aufgelöst.

Von 1915 bis 1918 leistete Schmidt-Rottluff seinen Wehrdienst in Nordrussland ab. Danach kehrte er nach Berlin zurück. 1920 legte Schmidt-Rottluff seinen Entwurf für den Reichsadler vor.

1923 unternahm er eine Italienreise mit Georg Kolbe und Richard Scheibe.

Schmidt-Rottluff verbrachte 1930 einige Zeit in Rom als Studiengast der deutschen Akademie in der Villa Massimo. Hier traf er
Alexej von Jawlensky.

1931 wurde er Mitglied der Preußischen Akademie der Künste.

Die Nationalsozialisten stuften 1933 seine Werke als "entartete Kunst" ein und er wurde aus der Akademie ausgeschlossen. 1936 wurde ihm ein Ausstellungsverbot erteilt.

Im Jahre 1937 wurden mehr als 600 seiner Werke aus deutschen Museen beschlagnahmt und 25 seiner Arbeiten in der
Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt.

1941 wurde Schmidt-Rottluff Malverbot erteilt. Von 1943 bis 1946 zog er sich sich in seinen Geburtsort Rottluff zurück.

1947 erhielt er eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. In dieser Zeit begann er, seine berühmten großformatigen Aquarelle zu malen. Auf seine Initiative hin wurde das Brücke-Museum in Berlin eröffnet.

1956 wurde ihm der Orden "Pour le Mérite" für Wissenschaft und Kunst verliehen.

Am 10. August 1976 starb Karl Schmidt-Rottluff in Berlin.


Mehr über "die Brücke"
Zurück zur Übersicht Künstler



Karl Schmidt-Rottluff

Karl Schmidt- Rottluff.
Ein Maler des 20. Jahrhunderts.
von Andrea Fink, Andreas Gabelmann, Peter Thurmann, Tayfun Belgin (Herausgeber), Magdalena M. Moeller (Herausgeber)

Broschiert, 311 Seiten, Hirmer-Verlag, München

Bei amazon.de bestellen


Kunstbücher suchen

   

Schnellsuche

Suchbegriff




 




© 2002-2006 by WAEPART Baden-Baden. All rights reserved.
Impressum