a.r. Penck

  Illustration © Wolfgang Peter

 


a.r. Penck

Als Ralph Winkler wurde der mittlerweile weltbekannte zeitgenössische deutsche Künstler am 5. Oktober 1939 in Dresden geboren.

Als Fünfjähriger wurde er mit den Schrecken des Zweiten Weltkrieges konfrontiert und musste in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 die Zerstörung seiner Heimatstadt erleben, was einen lebensprägenden Eindruck bei ihm hinterlassen hat.

Mit zehn Jahren schuf Ralph Winkler seine ersten Bilder. Erste Ausstellungen in Dresden und Berlin folgten 1956.

Von 1961 an malte Ralph Winkler, der sich autodidaktisch Kenntnisse in den Kunstbereichen Malerei, Bildhauerei, Musik und Film erworben hat, seine Weltbilder, in denen erstmals die für seinen Malstil charakteristischen Strichmännchen, deren Ursprung unter anderem in prähistorischen Zeichnungen, altägyptischen Hieroglyphen und germanischen Runen zu finden ist, erschienen. In den Systembildern, die ab 1964 entstanden, reduzierte Ralph Winkler seine Bildersprache weiter, was dem Kunstgeschmack in der damaligen DDR kaum entsprechen konnte. Seine Aufnahme in den Verband der Bildenden Künstler war durch die ostdeutsche Regierung im Jahr 1969 abgelehnt worden, weswegen Ralph Winkler gezwungen war, im Untergrund weiter künstlerisch tätig zu sein.

Unter dem Pseudonym a.r. Penck -der Nachname ist entlehnt von Albrecht Penck (1858-1945), einem bedeutenden sächsischen Geographen- stellte er erstmals in einer Kölner Galerie und 1971 im Museum Haus Lange in Krefeld aus.

Weitere Pseudonyme, wie Mike Hammer, Y, a.Y. oder aY, ermöglichten ihm, quasi gut getarnt seine Bilder im Westen zur Ausstellung zu bringen.

1977 begann a.r. Penck, erste Skulpturen aus Holz zu fertigen.

1980 musste er gezwungenermaßen nach Westdeutschland umsiedeln, nachdem ihm die DDR-Staatsbürgerschaft aberkannt worden war. Künstlerisch setzte er sich in seiner Bilderserie Standart West mit diesem Wechsel auseinander.

Weiter Bildhauerarbeiten in Bronze, Stahl und Marmor beschäftigten den Künstler neben der Malerei. Durch eine Vielzahl an Ausstellungen und seine Teilnahme an documenta 5, 7 und 9 wurde a.r. Penck von einem internationalen Publikum wahrgenommen.

Seit 1989 ist a.r. Penck Professor an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf. Er lebt und arbeitet darüber hinaus noch in Berlin und Dublin. (RW)


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