Kubismus

The Cubist Epoch
von Douglas Cooper
Taschenbuch, 320 Seiten,
Maße: 17 x 25 cm, Phaidon Press
Englische Ausgabe



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Kubismus

Der Kubismus ist eine Bewegung der modernen Malerei und wurde in den Jahren 1907/08 von Pablo Picasso mit dem Bild "Les Demoiselles d'Avignon" und George Braque in konsequenter Weiterentwicklung der Malweise Paul Cézannes und als Reaktion auf den Fauvismus begründet.

Beide Künstler beziehen sich mit ihrer Kunst auf eine Aussage Cézannes: "Alles in der Natur modelliert sich wie Kugel, Kegel und Zylinder. Man muss aufgrund dieser einfachen Formen malen lernen, dann wird man alles malen können, was man malen will."

Der Name "Kubismus" soll von einem Kunstkritiker stammen, der die Werke Braques abschätzig als "bizarreries cubiques" bezeichnete. In seiner ersten Phase führte der Kubismus, auch analytischer Kubismus genannt, die darzustellenden Gegenstände auf ihre Grundformen (Kugel, Kubus, Zylinder, Kegel) zurück, zerlegte diese und verband ihre Elemente wieder zu flächigen Bildgefügen, wobei die Farbe eine untergeordnete Rolle spielte.

In einer zweiten Phase, dem synthetischen Kubismus, besonders durch die Arbeiten von Juan Gris verkörpert, wurde die Form konstruierend aus Elementen zusammengesetzt, die Zerlegung wurde aufgegeben und der Linie wieder eine Bildfunktion zuerkannt.

Diese Kunstrichtung wollte vor allem auch eine mentale Sicht der Realität darstellen. Die Künstler wollten ihre Motive nicht so abbilden, wie sie das Auge von einem bestimmten Blickwinkel aus sieht, sondern so, wie sich sie der menschliche Geist erdenkt. Der Betrachter soll in das Objekt hineinschauen, aber gleichzeitig mehrere Perspektiven sehen und sich die Funktion dazu vorstellen.

Die Bilder zerfallen in frontale Ansichten, Aufsichten von unten, Seitenansichten und Ansichten von oben sowie Einblicke nach innen.

Der Kubismus, zu dessen Bildtechniken seit 1914/15 auch die Collage gehörte, vereinte visuelle und geistige Erfahrung und schuf wichtige Voraussetzungen für das Entstehen der abstrakten Kunst.

Neben den Hauptvertretern Picasso, Braque und Gris bedienten sich viele andere bemerkenswerte Künstler kubistischer Elemente in ihren Arbeiten: Dies waren u.a. die Franzosen Albert Gleizes, Robert Delaunay, Fernand Leger, Francis Picabia, Marcel Duchamp und Roger de La Fresnaye.

Aber auch die Maler des
"Blauen Reiter", der Bildhauer Jaques Lipchitz und der Amerikaner Lyonel Feininger ließen sich von den kubistischen Ideen und Techniken inspirieren.

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