Burda Museum Baden-Baden

 

 

 

Willem de Kooning

  Illustration © Wolfgang Peter

 

Künstler in der Sammlung
Frieder Burda Baden-Baden


Willem de Kooning
(1904-1997)


der am 24. April 1904 in Rotterdam geboren wurde, gilt als einer der wichtigsten Vertreter des
Abstrakten Expressionismus.

Er wanderte 1926 als blinder Passagier in die USA ein. Zunächst verdiente er seinen Lebensunterhalt als Schilder- und Portraitmaler, bis ihm 1939 mit einer Einzelausstellung der Durchbruch gelang.

Der niederländische Künstler bildete zusammen mit
Jackson Pollock und Mark Rothko eine Künstlergeneration, die New York nach dem Zweiten Weltkrieg zur wichtigsten Kunstmetropole machte. Ihre Formensprache war dynamisch, expressiv und voller Temperament. Ein großzügiger, kräftiger Pinselduktus und starke Bewegtheit sind typisch für de Koonings Arbeitsweise in seinem Frühwerk. Beispielhaft dafür ist de Koonings Bild "Marilyn Monroe" aus dem Jahre 1954. Dieses Bild mutet besonders grotesk, beinahe hässlich an.

1950 hatte de Kooning mit der Serie "Woman I" seine bekannten Frauenbildnisse begonnen, in denen er die Frau als Landschaft, als "Womanscape" darstellte, wobei er immer wieder einige grob-obszöne Effekte einarbeitete, was damals in puritanischen Kreisen heftigen Protest auslöste.

Seine Werke wurde durch die Teilnahme an den Biennalen von Venedig in den Jahren 1953 und 1956 auch in Europa zunehmend bekannter. 1968 organisierte das New Yorker Museum of Modern Art die erste große Wanderausstellung nach Europa, und zwar ins Stedelijk Museum, Amsterdam.

Mit seinem Spätwerk verblüffte de Kooning ein letztes Mal. In sehr dezenten, elegant geschwungenen Linien und warmen Orangetönen entstanden geradezu lyrische Arbeiten, die im krassen Gegensatz zu seinen früheren Werken stehen.

Von 1990 an malte Willem de Kooning nicht mehr. Ein Jahr zuvor war ihm von der Japan Art Association der neu ausgelobte Praemium Imperiale Preis, der sich im Lauf der darauf folgenden Jahre zum "Nobelpreis der Künste" entwickeln sollte, verliehen worden.

Am 19. März 1997 starb Willem de Kooning in East Hampton, New York. (RW)


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Willem de Kooning

Willem de Kooning
von Cornelia H. Butler, Paul Schimmel, Richard Shiff, Anne M. Wagner
Gebundene, englische Ausgabe, Maße: 24 x 34 cm, 199 Seiten, Princeton University Press, Erscheinungsdatum: 2002

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